„Digitalen Besitz bündeln – und später auch hinterlassen“: Vorsorgeservice Digital Heritage im Interview

Digital Heritage

Digital Heritage (Website) ist Partner der digina.16. Der Vorsorgeservice befindet sich momentan in der Betaphase und wird voraussichtlich pünktlich zur digina launchen. Mitgründerin Elisabeth Noltenius nimmt auch an unserer Startup-Podiumsdiskussion teil. Wir haben dem Gründerteam einige Fragen gestellt. 

Was bietet der Service Digital Heritage an und was unterscheidet ihn von anderen Anbietern?

Digital Heritage: Das Gründerteam
Digital Heritage: Das Gründerteam Charlotte Noltenius, Ulrich Reber, Elisabeth Noltenius (v.l.)

Auf Digital Heritage sammeln und ordnen Nutzer Ihre bedeutsamsten und wichtigen Fotos, E-Mails, Briefe, geschäftlichen Dokumente, Videos und Musik in einem persönlichen Profil. Zudem können hier eine Lebenschronik und ein Stammbaum der Familie angelegt werden. So bewahrt jeder Nutzer das Wichtigste aus seinem Leben. Der Nutzer erhält weiter die Möglichkeit, individuell zugeschnittene digitale Hinterlassenschaften aus diesen Inhalten einfach und sicher anzulegen und fortlaufend zu aktualisieren, um sie sicher an Hinterbliebene zu vermachen.

Im Laufe eines Lebens sammeln Menschen eine große Menge an sehr persönlichen Dingen an – von persönlichen Fotos und wichtigen E-Mails über geschäftliche Dokumente bis hin zu Video- und Musikdateien. Stirbt ein Mensch, ist nur sehr selten geregelt, wer Zugang zu diesen persönlichen Hinterlassenschaften erhalten soll und wie sie diejenigen erreichen können, denen sie zugedacht sind. Auf Digital Heritage haben Nutzer daher die Möglichkeit ihren digitalen Besitz an einer Stelle zu bündeln und ihre Daten dort zu sammeln, zu ordnen und später auch zu hinterlassen.

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Dropbox – Teil der Erbmasse und Speicherort für digitalen Nachlass

Dropbox-Startseite: Was passiert mit digitalem Nachlass in der Dropbox?

Laut dropbox.com nutzen aktuell 500 Millionen Menschen weltweit den Filehosting-Dienst (Stand Juni 2016). Die Nutzer laden ihre Dateien in den Onlinespeicher, um von überall Zugriff auf sie zu haben und um Dokumente, Bilder etc. mit anderen Leuten zu teilen. Wurde eine Datei in die Dropbox-„Cloud“ hochgeladen, kann sie der Nutzer von jedem mit dem Internet verbundenen Computer aus abrufen, z.B. via Browser oder Appanwendungen. 1,2 Milliarden (1.200.000.000) Dateien werden laut dem Dienstleister weltweit täglich gespeichert. Die Sicherheit stehe dabei laut Dropbox an erster Stelle:

„Wenn Nutzer ihre Dateien bei Dropbox speichern, können sie sich darauf verlassen, dass Ihre Daten sicher und geschützt und für niemanden einsehbar sind. Der Datenschutz unserer Nutzer war von Anfang an unsere oberste Priorität und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.“

Was für den Kontoinhaber gut klingt, kann den rechtmäßigen Erben im Ernstfall Sorgen bereiten. Denn verstirbt ein Mensch, gehören auch die Dateien in seinem Dropbox-Account zu seinem digitalen Nachlass.

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„Der Friedhof gibt Auskunft über die Gesellschaft und ihren Wandel“ – die Friedhofssoziologen Thorsten Benkel und Matthias Meitzler im Interview

Grabstein mit QR-Code: Friedhofssoziologen erforschen auch den digitalen Wandel auf Friedhöfen

Die beiden Friedhofssoziologen Thorsten Benkel und Matthias Meitzler erforschen seit 2008 die Verbindung zwischen Tod und Gesellschaft und nehmen dabei auch Friedhöfe unter die Lupe. Ihre sozialwissenschaftliche Forschungsarbeit dokumentieren sie auch im Netz. Wir haben die beiden Wissenschaftler nach On- und Offline-Friedhöfen befragt.

Foto: Die beiden Wissenschaftler Thorsten Benkel und Matthias Meitzler
Links T. Benkel, rechts M. Meitzler. (c) Sven Moschitz

Als Soziologen beschäftigen Sie sich seit einiger Zeit intensiv mit Friedhöfen – warum?

BENKEL:
Begonnen hat alles mit einem Soziologie-Seminar an der Universität Frankfurt, bei dem T. Benkel der Dozent und M. Meitzler Student war.

Der Tod war bis dahin ein kaum bearbeitetes Thema in der Soziologie. Wir kamen spontan auf die Idee, einmal auf dem Friedhof die soziologischen Potenziale auszuloten. Zuvor hatte es noch keine empirische Untersuchung von Friedhöfen gegeben. Wir waren überrascht über unsere Funde.

Foto: Grabstein mit Fußballschuhen
Grabstein mit Fußballschuhen.
(c) Benkel/Meitzler

Es zeigte sich: Der Friedhof gibt Auskunft über die Gesellschaft und ihren Wandel. Er zeigt, wie Menschen heute mit dem Problem der Sterblichkeit umgehen. Er ist außerdem eine Art Kulturarchiv. Wir haben seither über 950 Friedhöfe im gesamten deutschsprachigen Raum besucht und 54.000 Fotos von Grabstätten gemacht, die aus dem traditionellen Darstellungskanon herausfallen – weil gerade diese Gräber ebenfalls einiges über gesellschaftliche Transformationsprozesse verraten.

Parallel haben wir uns mit dem Hospiz, dem Krankenhaus, mit Obduktion/Pathologie, der Organspende, dem Tiertod in Deutschland und mit anderen weiteren angrenzenden Themenbereichen beschäftigt – und natürlich auch mit dem Tod in der virtuellen Welt.

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