Tools und Anleitungen für die Vorsorge

Wer keinen Dienstleister beschäftigen und sich nicht auf Plattformen verlassen möchte, um für seinen digitalen Nachlass vorzusorgen, findet hier Tools und Hilfsmittel. Fast alle aufgelisteten Softwares sind nicht eigentlich für die Vorsorge konzipiert, sondern müssen „zweckentfremdet“ werden. Wir können natürlich auch keine Haftung übernehmen oder Support für diese Tools leisten – die Sammlung soll eher als Anregung dienen, wie und womit man (auch) Vorsorge betreiben kann.

Passwörter, Logins, Zugänge

  • Der Passwortmanager Lastpass bietet einen Notfallzugriff. Hierzu muss man einen anderen Lastpass-Nutzer autorisieren, der dann im Notfall Zugriff beantragen kann
  • In Keepass legt man Passwörter in einer verschlüsselten Datei ab und muss dann nur noch das Master-Passwort „vererben“. Die Passwort-Datei kann man z.B. über Nextcloud oder einen anderen Cloudspeicher schon vor dem Ableben mit anderen teilen; ohne das Master-Passwort kann niemand darauf zugreifen, wenn dieses ausreichend sicher ist
  • Wenn man bekannte Nutzerkonten löschen möchte, bietet sich ein Blick auf Dienste wie justdelete.me an

Social-Media-Inhalte

Größere Projekte (Blogs, Homepages, Plattformen, Shops, …)

  • Wer mit Software wie OpenProject Projekte gemeinsam verwaltet (und wenn die Aufgabe des „Teams“ nur der Notfallzugriff ist), kann komplexe Websites etwas besser übergeben

Informationen (Notizen, …) und Dateien (Fotos, Videos, Dokumente, …)

  • Dropbox, ownCloud, nextCloud und Co.: Cloudspeicher ermöglichen, Daten zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Damit legen sie gleichzeitig auch immer ein Backup auf verschiedenen lokalen Speichern ab – zusätzlich zur Kopie auf dem Server. Außerdem verfügen fast alle über Freigabeoptionen/Rechtemanagement und sind prinzipiell auch verschlüsselbar. Und da man einige Dienste auf einem eigenen Server betreiben kann, ist man auch nicht zwingend vom Überleben eines Unternehmens abhängig. Damit lässt sich doch etwas anfangen …
  • Wer seine Notizen in Evernote oder Onenote verwaltet, kann über Freigabe- oder Teilen-Funktionen anderen Nutzern Rechte einräumen oder eben den Zugang vererben (und sollte dann am besten auch das eigene Orga-Prinzip dokumentieren). Perfekt ist das nicht, aber leider gibt es aktuell (12/2016) keine sinnvollen freien Alternativen

„Dead Man’s Switches“ und andere Notfall-Auslöser

  • Neben dem Google-Inaktivitätsmanager, der im Fall der Inaktivität bestimmte Aktionen auslöst, gibt es auch weitere Dienste. DeadmanDead Man’s Switch und Co. fragen regelmäßig ab, ob beim Nutzer alles okay ist. Bleibt eine Antwort aus, wird z.B. eine Mail versandt oder ein anderes Ereignis ausgelöst
  • Nachteil dieser Dienste: Wenn sie aus dem Netz verschwinden, bevor man selbst geht, wird natürlich auch nichts ausgelöst
  • Nachteil der Methode: Wenn man aus anderen Gründen als dem beabsichtigten nicht reagiert, könnten nahestehende Menschen unnötig in Angst versetzt werden – oder Schlimmeres
  • Mit etwas Skript-Kenntnissen  kann man ähnliche Lösungen natürlich auch selbst bauen. Dabei sind der Fantasie dann nur die Grenzen der Serverkapazität gesetzt, was den Auslöser und das Ereignis betrifft

Sonstige Tools

  • Für die Dokumentation des eigenen Nachlasses kann man z.B. ein kleines Dokuwiki anlegen
  • Weitere Anregungen gibt es auch bei thedigitalbeyond

 

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