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	<title>Interview Archive - digital.danach</title>
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	<description>Das unabhängige Infoportal: Digitaler Nachlass &#124; Online-Trauer &#124; Gedenken im Netz</description>
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	<title>Interview Archive - digital.danach</title>
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		<title>Neues Vorsorge-Portal: Die Macher von Emcomy im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2020 16:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[emcomy]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[vorsorge-service]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="720" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Screenshot des Vorsorge-Dienstes emcomy" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot-300x190.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot-240x152.jpg 240w" sizes="(max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Am 5.12.2020 startet der neue Dienst Emcomy &#8211; Grund genug, Björn Walter, einen den Macher des Vorsorge-Services, zu interviewen. Wie kamen Sie auf die Idee zu Emcomy? Die Idee zu ... <a title="Neues Vorsorge-Portal: Die Macher von Emcomy im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/neues-vorsorge-portal-die-macher-von-emcomy-im-interview/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="720" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Screenshot des Vorsorge-Dienstes emcomy" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot-300x190.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/emcomy_screenshot-240x152.jpg 240w" sizes="(max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Am 5.12.2020 startet der neue Dienst <a href="https://emcomy.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emcomy</a> &#8211; Grund genug, Björn Walter, einen den Macher des Vorsorge-Services, zu interviewen.</p>
<h2>Wie kamen Sie auf die Idee zu Emcomy?</h2>
<p>Die Idee zu Emcomy entstand vor ca. zwei Jahren, im November 2018. Damals war ich in Lissabon und stelle mir am bei einem Kaffee in einer Strandbar die Frage, wie eigentlich mein indirekter Freundeskreis darüber informiert werden könnte, wenn mir mal etwas zustößt.</p>
<figure id="attachment_3850" aria-describedby="caption-attachment-3850" style="width: 288px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3850" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/photo-klein-1-298x300.jpg?x88043" alt="Björn Walter, Gründer von Emcomy" width="298" height="300" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/photo-klein-1-298x300.jpg 298w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/photo-klein-1-159x160.jpg 159w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/photo-klein-1.jpg 300w" sizes="(max-width: 298px) 100vw, 298px" /><figcaption id="caption-attachment-3850" class="wp-caption-text">Björn Walter (privat)</figcaption></figure>
<p>Mit meinem indirekten Freundeskreis meine ich die Personen, die beispielsweise in andern Städten oder auch Ländern leben, und keine Bezug zu meinem direkten Umfeld haben.<br />
Da ich nach längerer Recherche im Internet nichts der artiges fand, habe ich mich dazu entschlossen, dieses Projekt selber anzugehen.</p>
<p>Dabei ist es mir auch wichtig gewesen, viele Dinge eher aus der Nutzer oder Kundensicht zu betrachten und weniger aus der Firmensicht. Ich bin ja auch Nutzer von verschiedenen Diensten und viele Dinge wie übermässige Werbung stören mich sehr. Und all diese Dinge, die mich an anderen Diensten stören, die ich selber nutze, möchte ich bei Emcomy auch anders machen.</p>
<p>Ich habe in den letzten 12 Jahren im Bereich der Produktentwicklung gearbeitet, weiß also auch, dass das A und O die Nutzer sind. Ohne den Bedarf abzufragen und die Nutzer bei den Ideen und der Entwicklung mit einzubeziehen, hat ein Produkt nicht lange Bestand. Daher habe ich über die Idee auch mit vielen Personen gesprochen. Dadurch ergaben sich auch wieder neue Ideen, so dass der Dienst zu dem werden konnte, was es jetzt ist.</p>
<h2>Wofür steht der Produktname?</h2>
<p>Der Name Emcomy entstand ca. ein Jahr später. Es setzt sich aus den Wörtern <strong>Em</strong>ergency <strong>Com</strong>municator zusammen, was übersetzt Notfall Kommunikator heißt. Das „Y“ hat eigentlich zwei Bedeutungen: Das Y (im englischen „wai“ ausgesprochen) klingt aber wie „why“ und bedeutet übersetzt „warum“. Genau diese Frage beantworten wir dem Kunden. „Warum“ braucht ein Kunde Emcomy.</p>
<p>Die zweite Bedeutung hat etwas mit der Wahrnehmung oder dem Erinnerungsvermögen zu tun. Die Menschen können sich Wörter, die mit „y“ enden, einfach leichter merken, bzw. sind die Wörter einprägsamer.</p>
<h2>Was bietet der Service seinen Nutzerinnen und Nutzern an und wie funktioniert er?</h2>
<p>Unser Dienst soll eine Kommunikationslücke schließen. Die meisten Personen haben Angehörige, die direkt informiert werden (im Sterbefall oder bei anderen negativen Ereignissen). Deswegen legen wir auch Wert darauf zu erwähnen, dass wir diese persönliche Kommunikation keinesfalls mit unserem Dienst ersetzten wollen. Uns geht es tatsächlich um das indirekte Umfeld, was eben nicht persönlich informiert wird, weil diese Personen niemand anders als der Nutzer selber kennt.</p>
<p>Wir haben versucht, den Dienst so einfach wie möglich zu gestalten. Unsere Zielgruppe sind nicht nur jüngere Menschen, sondern auch Ältere. Ich habe während meiner Recherche viele ältere Leute kennengelernt die Sorgen dafür haben, einfach vergessen zu werden, wenn beispielsweise der Sterbefall eintritt.</p>
<p>Emcomy bietet seinen Nutzern und Nutzerinnen ein einfaches Kontaktadressbuch an, sowie die Verwaltung einer Vertrauensperson (oder Notfallkontaktes). Zudem gibt es Vorlagen für bestimmte Ereignisse, wie z.B. dem Sterbefall oder einem längeren Krankenaufenthalt.</p>
<p>Diese Vorlagen kann der/die Nutzer(in) dann aktivieren und seiner Vertrauensperson freischalten.<br />
Das Besondere an dem Dienst ist, dass die Vertrauensperson einen eigenen Bereich mit eigenen Zugangsdaten auf Emcomy hat, die ihm vom Nutzer zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>Das heisst, die Vertrauensperson kann nur die entsprechende Notfallnachricht an die Kontakte versenden lassen, aber NICHT auf die Kontakte des/der Nutzers/Nutzerin zugreifen. So bewahren wir die Privatsphäre des Nutzers und die Vertrauensperson führt nur eine Handlung aus. Sie weiss also nicht, an wen diese Nachricht versendet wird.</p>
<h2>Wie genau erfährt Emcomy vom Tod der Nutzerin oder des Nutzers – und wie schnell geht das?</h2>
<p>Emcomy erfährt in der Regel nicht, dass ein Nutzer verstorben ist. Das ist auch nicht notwendig.<br />
Da die Vertrauensperson die Notfallnachricht selbständig versenden muss, stellt Emcomy nur den Dienst, also die Anwendung als solches zur Verfügung. Das ist im Vergleich zu anderen Anbietern, bei uns etwas anders, da wir nicht aktiv in den Prozess eingreifen und somit auch keine Sterbeurkunde oder ähnliches von den Angehörigen brauchen. Diesen Prozess über nimmt die Vertrauensperson, die der Nutzer definiert hat.</p>
<p>Wir brauchen die Information, dass ein Nutzer verstorben ist, nur aus einem Grund:<br />
Um sein Konto zu löschen und damit auch seine persönlichen Daten.</p>
<p>Dies teilt uns allerdings niemand mit, die Anwendung erfährt es automatisch, wenn von der Vertrauensperson des Nutzers eine Notfallnachricht zum Ableben des Nutzers versendet wird.</p>
<h2>Wie unterscheidet sich Emcomy von den Mitbewerbern (aktuellen wie vergangenen)?</h2>
<p>Bei Mitbewerbern, die zumindest einen Teil dessen anbieten, was wir mit Emcomy auch tun, beziehen diese sich fast ausschließlich auf den Todesfall. Also die digitale Nachlassverwaltung wenn, man es genau nimmt. Bei einigen gibt es eine Kombination aus „letzten Nachrichten“ die man versenden lassen kann, sowie Dokumenten-Uploads, die dann an die Hinterbliebenen weiter gegeben werden können. Es gibt schon einige recht gute Konzepte bei den Mitbewerbern.</p>
<p>Was uns jedoch von unseren Mitbewerbern unterscheidet ist:</p>
<ul>
<li>Wir bieten einen Dienst an der sich ausschließlich um die Kommunikation kümmert.</li>
<li>Unser Dienst beschäftigt sich nur mit dem Todesfall, sondern auch mit anderen negativen Ereignissen die im Leben passieren können. Also zum Beispiel ein längerer Krankenhausaufenthalt, bei dem der Nutzer nicht mehr in der Lage ist, selbständig zu kommunizieren. Wobei die Betonung klar auf dem letzten Teil des Satzesliegt.</li>
<li>Unser Dienst ist in der jetzigen Version kostenlos</li>
<li>Wir legen sehr viel Wert auf Anonymität. Das heißt, im Gegensatz zu anderen Diensten wird niemand außer dem Nutzer selbst Zugriff auf sein Konto haben. Auch nicht nach seinem Tod. Damit weiß auch nur der Nutzer selbst, wen er im Bedarfsfall informieren lässt.</li>
<li>Wir haben eine spezielle Absicherung bei dem Versand der Notfallnachrichten implementiert. Diese wird nicht sofort, sondern erst nach 24 Stunden vom System versendet. Nachdem die Vertrauensperson den Versandprozess ausgelöst hat, bekommt der Nutzer eine eMail von unserem Dienst. Sofern die Notfallnachricht irrtümlich oder sogar vorsätzlich falsch versendet wurde, hat der Nutzer die Möglichkeit diesen Versandprozess abzubrechen und auch die Vertrauensperson zu sperren.</li>
</ul>
<h2>Was tun Sie in Sachen Datenschutz und Datensicherheit?</h2>
<p>Datenschutz und Sicherheit waren in der Designphase des Dienstes zwei ganz elementare Punkte. Ich selbst beschäftige mich seit Jahren mit dem Datenschutz, daher war das Thema für mich auch sehr ernst.<br />
Das hatte u.a. auch zur Folge, dass ich größten Wert auf Datensparsamkeit gelegt habe. Die Nutzer brauchen bei uns nur einen minimalen Anteil ihrer persönlichen Daten anzugeben. Also nur das, was für den Dienst selbst wichtig ist, damit er funktioniert. Dazu gehören der Name und die Mailadresse, alles andere ist optional.</p>
<p>Unsere Kundendaten sind natürlich sicher gespeichert, in abgetrennten Bereichen, teils per Hashing-Verfahren. Auch wenn wir nicht viele Daten unser Nutzer haben, so kann sich keine Firma einen sorglosen Umgang mit Personen bezogen erlauben. Das trifft natürlich auch auf uns zu.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ich mich entschieden habe, auf Basis-Applikationen zu verzichten, die aus NICHT-EU-Ländern kommen. Das ist mir insbesondere bei den Cookies und dem Captcha schwer gefallen, aber ich wollte keine personenbezogen Daten zur Datenverarbeitung Dienstleistern haben, die nicht in der EU angesiedelt sind, bei denen der Nutzer nicht ausdrücklich vorher zustimmt. Die Rechtslage nach der Abkündigung des Privacy Shields ist hier unklar, von daher habe ich mich für diesen Weg entschieden.</p>
<h2>Und was würde z.B. passieren, wenn Emcomy verkauft wird?</h2>
<p>Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Emcomy ist für mich nicht nur ein Dienst, sondern es ist eine Herzensangelegenheit. Der Dienst ist ja aus einem Problem entstanden, welches ich selber hatte. Und ich möchte dies auch mit anderen Nutzern teilen und sehen, dass wir zukünftig wachsen und auch expandieren können.</p>
<p>Ich habe eine sehr klare Philosophie, was diesen Dienst angeht. Ich habe ihn nicht entwickelt, mit dem Ziel, reich zu werden. Natürlich muss ich auch irgendwann etwas daran verdienen, aber ich möchte dann dieses Geld auch in die Weiterentwicklung re-investieren. Falls sich wirklich irgendwann eine Firma bei mir melden würde, die unseren Dienst kaufen möchte, müsste Sie meine Philosophie mittragen. Da aber Firmen Profit erwirtschaften müssen, sehe ich das bislang noch nicht. Was ich mir eher vorstellen könnte ist, mit einer Firma zusammen zu arbeiten oder diese als Investor mit an Bord zu holen. Aber derzeit ist es für mich nicht vorstellbar, diesen Dienst zu verkaufen.</p>
<h2>Emcomy ist ja noch in einem recht frühen Stadium der Produktentwicklung. Was haben Sie für die Zukunft geplant?</h2>
<p>Zunächst einmal möchten wir im Dezember mit unserer kostenlosen Basis-Version starten. Damit werden wir auch sehen, wie speziell der deutschsprachige Markt unseren Dienst annimmt. Im Vorfeld haben wir schon großen Zuspruch für die Idee bekommen. Aber Zuspruch ist halt immer noch etwas anders, als den Dienst wirklich zu nutzen.</p>
<p>Für die Zukunft plane ich noch mit zwei kostenpflichten Versionen, die mehr Erweiterungen beinhalten werden. Z.B. werden verschiedene andere Kommunikationskanäle einbauen wie SMS. Ausserdem soll der Dienst in vier Sprachen verfügbar sein. Ich plane noch mit englisch, spanisch und portugisisch, weil ich gerne in den südeuropäischen Raum expandieren möchte.</p>
<p>Es wird auch mehr Notfallvorlagen geben und natürlich können dann auch mehr Kontakte als die bisher maximal 5 hinzugefügt werden.</p>
<p>In einer späteren Version können auch vom Nutzer individuelle Vorlagen erstellt werden, beispielsweise in Form von Abschiedsbriefen. Zudem plane ich auch mit einer „Callback“ Funktion, bei der der Nutzer entscheiden kann, ob er seinem Kontakt eine Rufnummer oder Mailadresse eines Angehörigen mitteilen möchte.</p>
<p>Die Liste der Ideen, die ich noch habe ist sehr lang. Alles möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Unsere Mitbewerber schlafen ja auch nicht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
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		<title>Kunstprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;: Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner im Interview</title>
		<link>https://digital-danach.de/ludwig-zeller-und-bernd-hopfengaertner-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2018 09:24:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Hopfengärtner]]></category>
		<category><![CDATA[digitaler Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Life Is Good For Now]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Zeller]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-36-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Life is good for now" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-36.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-36-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-36-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Im März haben wir an dieser Stelle das Kunstprojekt Life Is Good For Now vorgestellt, in dem digitaler Nachlass eine wesentliche Rolle spielt. Heute befragen wir die beiden Künstler,&#160;Ludwig Zeller ... <a title="Kunstprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;: Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/ludwig-zeller-und-bernd-hopfengaertner-im-interview/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/ludwig-zeller-und-bernd-hopfengaertner-im-interview/">Kunstprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;: Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-36-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Life is good for now" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-36.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-36-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-36-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Im März haben wir an dieser Stelle das Kunstprojekt </em><a href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-im-kunstprojekt-life-is-good-for-now/">Life Is Good For Now</a><em> vorgestellt, in dem digitaler Nachlass eine wesentliche Rolle spielt. Heute befragen wir die beiden Künstler,&nbsp;Ludwig Zeller (LZ) und Bernd Hopfengärtner (BH), zu den Hintergründen.&nbsp;</em></p>
<p><strong>Können Sie mir etwas zum Hintergrund des Projekts erzählen? Was gab den Impuls? Wie entstand es?</strong></p>
<figure id="attachment_3142" aria-describedby="caption-attachment-3142" style="width: 230px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/ludwig-zeller-ixdm-portrait-small.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3142 size-thumbnail" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/ludwig-zeller-ixdm-portrait-small-240x160.jpg?x88043" alt="Portrait Ludwig Zeller, (c) Samuel Hanselmann" width="240" height="160" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/ludwig-zeller-ixdm-portrait-small-240x160.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/ludwig-zeller-ixdm-portrait-small-300x199.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/ludwig-zeller-ixdm-portrait-small.jpg 1188w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3142" class="wp-caption-text">Ludwig Zeller, (c) Samuel Hanselmann</figcaption></figure>
<p>LZ: Das Projekt entstand als ein Beitrag zur Ausstellung ‚Poetics and Politics of Data’, welche 2015 im Haus der elektronischen Künste in Basel stattfand. Das Schweizerische Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-SWISS) finanzierte und beauftragte uns, mit dieser spekulativen Arbeit die Frage nach den Interferenzen der Big Data Industrie und der Medizinforschung öffentlichkeitswirksam zu inszenieren.</p>
<figure id="attachment_3141" aria-describedby="caption-attachment-3141" style="width: 150px" class="wp-caption alignright"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/portrait_elliason.jpeg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3141" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/portrait_elliason-160x160.jpeg?x88043" alt="Bernhard Hopfengärtner. Installation von Olafur Elliason aufgenommen (grün beleuchteteter Nebelraum)" width="160" height="160" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/portrait_elliason-160x160.jpeg 160w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/portrait_elliason-300x300.jpeg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/portrait_elliason.jpeg 960w" sizes="auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3141" class="wp-caption-text">Bernhard Hopfengärtner. Installation von Olafur Elliason aufgenommen (grün beleuchteteter Nebelraum)</figcaption></figure>
<p>Wir standen in einem recht engen Kontakt und erhielten durch die TA-SWISS wichtige Impulse für die Recherche der Faktenlage zu unseren fiktionalen Szenarien. Im Speculative Design sind derartige Kollaborationen allerdings nicht ungewöhnlich, obgleich diese natürlich auch zur Limitierung von Fragestellungen führen können. Wir empfanden die Zusammenarbeit aber durchweg als positiv.</p>
<h2>Sensible, aber wertvolle Medizindaten können auch posthum weitergegeben werden</h2>
<p><strong>In der <a href="https://www.ixdm.ch/life-is-good-for-now">Projektbeschreibung</a> heißt es: It „discusses several scenarios for the further development of Big Data in medicine.“ Wie naheliegend war hier das Thema digitaler Nachlass für Sie?&nbsp;</strong></p>
<p>BH: Mit dem Tod wird häufig Persönliches der Allgemeinheit zugänglich gemacht (Briefwechsel verstorbener Persönlichkeiten) oder dem Gemeinwohl gestiftet. Bei medizinischen Daten scheint das sowieso sinnvoll zu sein. Sicherlich sind viele Menschen auch bereit, das zu Lebzeiten zu tun. In unserem Fall geht es aber um Lifestyle Daten, die ausgewertet werden, um medizinisch relevante Auswirkungen der Lebensgewohnheiten zu erforschen. Da ist zunächst einmal alles potentiell medizinisch relevant oder kann später für irgendeinen Zweck ausgewertet werden, den man noch gar nicht kennt. Das spräche für das Erfassen und Aufheben vieler Daten. Nur sind vielleicht einige so sensibel, dass man sie nicht zu Lebzeiten weitergeben möchte. Ultimativ würde dann im Nachlass entschieden, ob gelöscht oder weitergegeben wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_3150" aria-describedby="caption-attachment-3150" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-4.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3150 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-4-300x169.jpg?x88043" alt="" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-4-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-4-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-4.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3150" class="wp-caption-text">Ausschnitt aus dem Videoprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;</figcaption></figure>
<p><strong>Digitaler Nachlass spielt nicht nur in der Szene mit Fabian eine Rolle, der die Daten seiner Eltern erbt. Auch in den anderen Szenen schwingt mit, wie wertvoll die Daten eines Individuums über den Tod hinaus sind. Wann haben Sie sich das erste Mal mit diesem Thema beschäftigt?</strong></p>
<p>BH: Mittlerweile ist das ja ein bekanntes Phänomen: Bei mir war es durch den Tod eines entfernten Facebook-Bekannten im Jahr 2008 und dem weiterexistieren des Facebook Profils, als ob nichts passiert wäre.</p>
<p>LZ: Bisher hatte ich damit noch keinen unmittelbaren Kontakt, aber das Thema ist mir ebenfalls schon lange geläufig. Wir beide interessieren uns schon seit mehr als zehn Jahren dafür wie digitale Systeme unsere Gesellschaft verändern. 2008 war es in der Tat noch überraschend, darüber nachzudenken, dass ein Social Media Profil zu einem Grabstein werden kann. Heute ist diese Überraschung weitestgehend verflogen und man fragt sich eher, wie man diesen Grabstein wohl angemessen pflegen würde.</p>
<h2>Big Data: Lebenslang gesammelte Daten haben ungeahnten Wert für Forschung und Versicherungen</h2>
<p><strong>Informationelle Selbstbestimmung und digitaler Nachlass stehen in <em>Life Is Good For Now</em> in einem engen Bezug. Wie hängen sie genau zusammen?</strong></p>
<p>BH: In den Nachlass kann nur fallen, worüber man selbst Verfügungsgewalt hat. Bisher ist dies in Bezug auf persönliche Daten ja nicht unbedingt der Fall.</p>
<p>LZ: Wir gingen letztlich von den Forderungen des Vereins “Daten und Gesundheit” aus, der sehr detailliert und realistisch entsprechende Gesetzesänderungen in der Schweiz befürwortet, die eine Vielzahl von Daten in die Hände der Schweizer Bevölkerung zurückgeben wollen. Der Verein agiert dabei nicht ganz altruistisch. Er erhofft im Zuge der Rückführung dieser Daten in die Hände derjenigen, die sie betreffen, dass diese Daten dann von der Bevölkerung in hohem Maße der medizinischen Forschung zur Verfügung gestellt werden würden. Wir wollten zum einen zeigen, welchen Wert ein lebenslang erhobener Datensatz für die Forschung und Krankenkassen haben kann und wie entsprechende Tauschmodelle aussehen könnten. Und ja, wir wollten als Videomacher in erster Linie überraschen und zum Nachdenken anregen.</p>
<figure id="attachment_3149" aria-describedby="caption-attachment-3149" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-2.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3149 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-2-300x169.jpg?x88043" alt="" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-2-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-2-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3149" class="wp-caption-text">Ausschnitt aus dem Videoprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;</figcaption></figure>
<p><strong>Informationelle Selbstbestimmung fehlt uns (noch). Und tatsächlich habe ich bei meiner Arbeit manchmal den Eindruck, dass Menschen mehr bewegt, was mit ihren Daten nach ihrem Tod passiert als zu ihren Lebzeiten. Ist das paradox?</strong></p>
<p>BH: Hier gibt es natürlich einen Perspektivwechsel. Die meisten Daten entstehen als Nebenprodukte vieler Tätigkeiten, als Effekt unseres Handelns. Wir sind dann eben mit den Dingen beschäftigt, die wir gerade erleben oder erledigen wollen und nicht mit den Daten, die dabei entstehen. Wenn wir uns über die Verwendung unserer Daten nach dem Tod Gedanken machen, geraten sie als Ganzes in den Blick und wir fragen und welches Bild sie von uns zeichnen und verewigen.</p>
<p>LZ: Und dieses Bild wird ja nun wirklich immer präziser. Natürlich kann sich ein Mensch dafür entscheiden, mit dem Ableben auch die Hoheit darüber abzugeben was die Mitmenschen von einem wahrnehmen. Schließlich verliert man ja auch die Kontrolle über seinen Körper. Aber die Idee, dass zu Lebzeiten verheimlichte Bilder und Schriftwechsel letztlich publik werden, und zukünftige Verfahren der Datenanalyse, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können, uns durchleuchten werden, ist heute zumindest ein ungewohnter und somit interessanter Gedanke.</p>
<h2>Der digitale Nachlass als Last</h2>
<p><strong>In Deutschland führen wir momentan eine intensive Debatte über die Vererbbarkeit des digitalen Nachlasses. Vor allem aus erbrechtlicher Perspektive sollen die Rechte der Erben auf Zugang zum digitalen Nachlass gestärkt werden. In diesem Zusammenhang gefällt mir folgender Satz Fabians besonders gut: „Das Problem ist, dass man eigentlich alles findet, was man sucht, und eigentlich auch alles, was man vermutet, belegen kann“. Stellt der Daten-Nachlass nicht nur einen Wert, sondern auch eine emotionale Last dar, mit der wir evtl. nicht umgehen können?</strong></p>
<p>LZ: Ich sehe momentan fast täglich eine Videowerbung im Internet, die einen Dienst für das Auffinden von Verwandten durch DNA-Analysen anpreist. Darüber hinaus bieten solche Dienste auch Risikoprognosen für das Eintreten vererblicher Krankheiten an. Das stößt teilweise auf erheblichen behördlichen Widerstand, um die öffentlichen Krankenkassen nicht einem Ansturm von Prophylaxepatienten auszusetzen. Diese Dienste entstehen, weil es einen tatsächlichen Markt dafür gibt und die technischen Möglichkeiten scheinbar existieren. In unserem Szenario werden neben somatischen auch psychologische Gutachten durch algorithmische Analysen von Nachfahren posthum erstellt.</p>
<p>Definitiv muss man sich in diesem Fall fragen, welche psychologischen Missbräuche damit denkbar wären. Das beste Gegengift wäre aber bereits hier und heute eine Aufklärung darüber, was Big Data und Machine Learning wirklich leisten können &#8211; und was nicht. Denn letztlich sind viele dieser Prognosetechniken erst kulturell mächtig, wenn wir ihnen bedingungslos glauben schenken. Hier sehe ich aktuell einen großen Bedarf für technologische Bildung und Aufklärung.</p>
<figure id="attachment_3148" aria-describedby="caption-attachment-3148" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-1.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3148 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-1-300x169.jpg?x88043" alt="" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-1-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-1-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/mont-data-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3148" class="wp-caption-text">Ausschnitt aus dem Videoprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;</figcaption></figure>
<h2>Der digitale Nachlass als Wert</h2>
<p><strong>Was meinen Sie: Was sind unsere Daten wert?</strong></p>
<p>BH: Scheinbar soviel, dass wir eine Vielzahl digitaler Dienste umsonst nutzen können. Aber das ist sicherlich aufgeblasen durch billiges Geld, das in irgendwelche Startups gesteckt wird. Im Moment glauben wir alles sei digital zu lösen. Das legt nahe, dass auch der monetäre Wert der Daten etwas aufgeblasen ist. Meistens geht es ja auch um die statistische Auswertung der Datenspuren möglichst vieler Nutzer. Da ist der einzelne Datensatz gar nicht so wichtig. Andererseits ist das natürlich davon abhängig welche Fragen man an die Daten richtet. Und wenn man nicht vom monetären Wert spricht, ist natürlich alles offen.</p>
<figure id="attachment_3146" aria-describedby="caption-attachment-3146" style="width: 290px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Liege_8bit.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3146 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Liege_8bit-300x169.jpg?x88043" alt="" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Liege_8bit-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Liege_8bit-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Liege_8bit.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3146" class="wp-caption-text">Ausschnitt aus dem Videoprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;</figcaption></figure>
<h2>Was passiert mit dem Werk nach dem Tod des Künstlers?</h2>
<p><strong>Taucht das Thema digitaler Nachlass auch noch an einer anderen Stelle in Ihrer Arbeit auf?</strong></p>
<p>BH: Nein.</p>
<p>LZ: Man muss anmerken, dass wir vermeiden, politisch Stellung zu beziehen und insofern nicht an der Umsetzung oder Vermeidung spezifischer Szenarien arbeiten. Es geht uns zwar um die Aktivierung des öffentlichen Interesses, aber wir wollen dies möglichst dialektisch und neutral realisieren. Wir haben ein Interesse an einer Metaethik, aber nicht einer Moral des Digitalen, für die wir dann normativ argumentieren würden. Insofern sind wir thematisch recht mobil.</p>
<p><strong>Und noch eine Frage zum Schluss: Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, was mit Ihrem eigenen digitalen Nachlass, also z.B. auch dem Film, geschehen soll?</strong></p>
<p>LZ: Tatsächlich hatte ich seit 2001 fast keinen Datenverlust mehr. Also ich stelle mir das in etwa so vor: Meine letzten Jahre werde ich relativ immobil größtenteils in virtuellen Netzwerken verbringen, mit Hilfe derer ich zum einen große Teile meines Lebens medial wiederaufleben lassen kann und zum anderen auch in regem Austausch mit meinen noch lebenden Freunden stehen werde. Ich denke, ich werde auch bis ins hohe Alter noch verschiedene publizistische Tätigkeiten ausüben können. Auch, wenn große Anstrengungen natürlich dann nicht mehr denkbar sind.</p>
<p>Ob ich dann mein digitales Leben einer Art Open-Source-Lizenz unterstelle oder doch lieber in einen digitalen Totengräber investiere, der mit juristischen Mitteln bis ins kleinste Detail meine Löschung durchsetzt, das muss ich mir noch überlegen. Ist ja hoffentlich noch ein bisschen Zeit. Und Überzeugungen sind schließlich dafür da, dass man sie immer wieder neu bewertet, lol.</p>

<a href='https://digital-danach.de/ludwig-zeller-und-bernd-hopfengaertner-im-interview/aschenbecher_8bit-crop/#main'><img loading="lazy" decoding="async" width="122" height="160" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Aschenbecher_8bit-crop-122x160.jpg?x88043" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Aschenbecher_8bit-crop-122x160.jpg 122w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Aschenbecher_8bit-crop-229x300.jpg 229w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Aschenbecher_8bit-crop.jpg 764w" sizes="auto, (max-width: 122px) 100vw, 122px" /></a>
<a href='https://digital-danach.de/ludwig-zeller-und-bernd-hopfengaertner-im-interview/6ksanatorium/#main'><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="135" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/6kSanatorium-240x135.jpg?x88043" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/6kSanatorium-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/6kSanatorium-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/6kSanatorium.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px" /></a>

<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/ludwig-zeller-und-bernd-hopfengaertner-im-interview/">Kunstprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220;: Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>Digitaler Nachlass bei Exakt – Die Story, MDR</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2018 15:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[digina]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[#diginastory]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Janetzky]]></category>
		<category><![CDATA[facebook-streit]]></category>
		<category><![CDATA[facebook-urteil]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[fimberger digitales erbe]]></category>
		<category><![CDATA[konferenz zum digitalen nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[mdr exakt]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./beitragsbild_film-exakt-story-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Filmbänder" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Auf der digina 2017, der Konferenz zum digitalen Nachlass, war unter anderem ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks zu Gast. Die Szenen und Interviews, die dort entstanden sind, sind Teil eines ... <a title="Digitaler Nachlass bei Exakt – Die Story, MDR" class="read-more" href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-bei-exakt-die-story-mdr/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-bei-exakt-die-story-mdr/">Digitaler Nachlass bei Exakt – Die Story, MDR</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./beitragsbild_film-exakt-story-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Filmbänder" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Auf der digina 2017, der Konferenz zum digitalen Nachlass, war unter anderem ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks zu Gast. Die Szenen und Interviews, die dort entstanden sind, sind Teil eines 30-minütigen Films geworden, der der Frage nachgeht, wie sich in digitalen Zeiten unser Umgang mit dem Tod verändert und wie wir mit den digitalen Hinterlassenschaften verstorbener Menschen umgehen wollen. Jetzt im Januar ist der Film von Ben Arnold in der Reihe Exakt &#8211; Die Story unter dem Titel „Unsterblich im Internet? Vom Umgang mit dem Tod in einer digitalen Welt“ erschienen (© MDR 2018). Wer ihn noch nicht gesehen hat, dem sei er empfohlen. Wer keine Zeit hat, sich den Film komplett anzusehen, findet hier ein Zusammenfassung.</em></p>
<p><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./bild_exakt-die-story.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3046 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./bild_exakt-die-story-300x169.jpg?x88043" alt="Logo: exakt – Die Story" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_exakt-die-story-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_exakt-die-story-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_exakt-die-story.jpg 704w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Mit seinen 30 Minuten ist er einer der ausführlichsten Beiträge der Öffentlich-Rechtlichen zum Thema digitaler Nachlass und Online-Trauerkultur. Dass sich der Film diese Zeit nimmt, ist ein Gewinn: Neben Experteninterviews mit Birgit Aurelia Janetzky (Semno Consulting), Katja Henschler von der Sächsischen Verbraucherzentrale und Armin Wagner (Fimberger Digitales Erbe) erzählt er fünf sehr unterschiedliche Geschichten von betroffenen Menschen. Diese Zusammenstellung zeigt besser als viele Erklärungen, wie vielschichtig das Thema ist und wie unterschiedlich die Fragestellungen, Probleme und Bedürfnisse sein können, die damit zusammenhängen:</p>
<h2>Geschichte 1: Öffentliches Schreiben über das Sterben und gegen das Vergessen</h2>
<p>Die Mutter Yvonne Bauer, 40, kämpft seit vier Jahren gegen den Krebs. Eine vollständige Heilung scheint ausgeschlossen. Bei Facebook regelmäßig über ihre Krankheit und das Sterben zu bloggen, bedeutet ihr viel. Sie hat zahlreiche Leser und es fällt ihr im digitalen Raum leichter als im analogen, zu berichten, wie es ihr geht. Ihre Texte sind für sie ein Vermächtnis, das bleibt, wenn sie nicht mehr da sein wird. Ihrem Mann Andreas fällt es schwer, mit dieser Art von Öffentlichkeit umzugehen. Er hat aufgehört, die Texte zu lesen und vertraut darauf, von Yvonne im direkten Kontakt zu erfahren, wie es ihr geht.<br />
Bei ihrem Schreiben hat Yvonne auch ihren kleinen Sohn im Kopf, der ihre Texte später einmal lesen und vielleicht verstehen können wird, wie es ihr in dieser schweren Zeit ging. Sie ist sich bewusst, dass sie Vorsorge treffen muss, damit ihre Texte auch in Zukunft im Netz zugänglich sind. Ihr Problem dabei: Ihre Texte liegen auf den Facebook-Servern. Ob ihr Vermächtnis in Zukunft lesbar sein wird, hängt von einem Konzern ab.</p>
<h2><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3047 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter-300x169.jpg?x88043" alt="Facebook - Daumen" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Geschichte 2: Digitale Spuren Verstorbener belasten die Lebenden&nbsp;</h2>
<p>Heike Müller (geänderter Name im Film) erlebt den digitalen Nachlass ihres Exmannes als starke Belastung für ihren 15-jähriger Sohn. Vater und Sohn hatten auch nach der Trennung der Eltern ein gutes Verhältnis, kommunizierten viel digital, auch über Facebook. Dass der Facebook-Account seines verstorbenen Vaters „weiterlebt“ und von dessen Lebensgefährtin weiterbespielt wird, belastet ihn massiv. Seine Mutter sieht noch ein weiteres Problem: Die Partnerin ihres Exmannes hat auch Shopping-Accounts des Verstorbenen weitergenutzt. Falls diese Rechnungen nicht bezahlt worden wären, ginge das zu Lasten ihres Sohnes, dem Erbe seines Vaters.<br />
Heike Müller versucht aus diesen Gründen seit eineinhalb Jahren, die digitale Identität des Verstorbenen löschen zu lassen. Mit Hilfe dessen Tabletts recherchierte sie nach Accounts. Sie stieß dabei nicht nur auf private Details, die sie nicht kennen wollte, sondern blieb ohne die entsprechenden Passwörter weitgehend erfolglos. Jetzt kapituliert sie.</p>
<h2>Geschichte 3: Verloren gegangene Daten als großer Verlust</h2>
<p>Catharina Wilhelms Vater, der Komponist, Filmmusiker und Dirigent Rolf Alexander Wilhelm, verstarb im Alter von 85 Jahren. Sie erfüllte seinen letzten Willen und übergab seinen musikalischen Nachlass dem <a href="http://www.komponistenarchiv.de/wilhelm-rolf-alexander/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsches Komponistenarchiv in HELLERAU</a> – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Seine Korrespondenz führte Rolf Alexander Wilhelm seit Jahren weitgehend digital, 1998 hat er sich mit 72 Jahren seinen Mail-Account eröffnet. Catharina Willheim besitzt die Passwörter zu den Online-Accounts ihres Vaters. Ihr wurde aber „die fehlende Sicherheitskopie [&#8230;] zum Verhängnis“: Als sie sich nach längerer Abwesenheit in das Postfach (Anm. d. Red.: WEB.DE) einloggt, sind alle Mails verschwunden. Die Daten lagen ausschließlich auf den Servern des E-Mail-Providers. Ein Schock für sie (dem sie im September 2016 auch <a href="https://twitter.com/casowi/status/773200462057275392" target="_blank" rel="noopener noreferrer">via Twitter Ausdruck verlieh</a>).Trotz ihrer Bitte wird der Account nicht wieder hergestellt – alles sei im Einklang mit den Geschäftsbedingungen passiert. „Für mich war es so, als wäre mein Vater nochmal gestorben“, sagt Katharina Wilhelm im Interview.</p>
<h2>Geschichte 4: Ein Blog als Erinnerungsort</h2>
<p>Stefanie&nbsp;Lenger-Schmal aus Leipzig ist es ein Herzensanliegen, über das Netz Erinnerungen zu bewahren. Innerhalb kurzer Zeit verlor sie sowohl ihre Tochter als auch ihren Mann. Als ihre Tochter Greta im Alter von drei Jahren an Krebs erkrankt, begann ihr Mann Stefan unter <a href="http://greta-haelt-durch.blogspot.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Greta hält durch</a> vom Familienalltag zu erzählen. Das Blog war gedacht als Informationsforum für Bekannte und Familie. Fünf Jahre nach der Diagnose stirbt Greta. Kurz zuvor erkrankt auch Stefan an Krebs. Jetzt schreibt statt Stefan Stefanie weiter. „Das Internet wird für sie der Ort, in dem sie das unfassbare verarbeiten kann.“</p>
<h2><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-1-2.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-2500 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-1-2-300x158.jpg?x88043" alt="LG Berlin gegen Facebook: Gedenkzustand adé?" width="300" height="158" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-2-300x158.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-2-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Geschichte 5: Die Rechte der Hinterbliebenen</h2>
<p>Der exakt-Beitrag greift auch die Geschichte um das medial bekannt gewordene „Facebook-Urteil“ auf, also das Schicksal des 15-jährigen Mädchens, das 2012 bei einem U-Bahn-Unfall in Berlin verstorben ist (<a href="https://digital-danach.de/das-urteil-des-kammergerichts-berlin-im-facebook-streit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wir berichteten zum Urteil</a>). Bis heute sind die Todesumstände nicht abschließend geklärt, vieles deutet auf einen Suizid hin. Die Eltern wünschen sich seitdem Zugang zum Facebookprofil ihrer verstorbenen Tochter, haben das Recht dazu aber bisher nicht erhalten. Im Interview ist Rechtsanwalt Christian Pfaff zu sehen, der die Eltern vor Gericht vertritt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Sehenswerter Beitrag für alle, die sich dem Thema zum ersten Mal nähern. Sehenswert aber auch für „alte Hasen“ aus der Szene rund um den digitalen Nachlass, weil es einige bekannte Gesichter zu sehen gibt.</p>
<h2>Die digina 2017 im Beitrag</h2>
<p>Wer einen Blick auf die digina werfen will: Ab 9 Minuten 40 sind ein paar Einstellungen von der Konferenz in den Räumen unseres Raumsponsors Microsoft zu sehen. Das Interview mit Birgit Aurelia Janetzky entstand übrigens auch dort im Rahmen der Konferenz.</p>
<p>Schade finden wir, dass im Beitrag der Eindruck entsteht, als wäre unsere Konferenz von großen Online-Playern initiiert worden. Nach der Kameraeinstellung auf das Microsoft-Gebäude folgt der Text „Diese Fragen beschäftigen zunehmend auch die großen Internetanbieter. In der deutschen Zentrale von Microsoft in München findet eine Konferenz rund um den digitalen Nachlass statt, die digina. Google stellt hier ein neues Tool zur digitalen Nachlassverwaltung vor und junge Startups präsentieren ihre Lösungen zur Vorsorge für das digitale Erbe.“ Dass es inhaltlich in erster Linie um gesellschaftliche, (verbraucher)rechtliche, soziale, politische und auch technische Fragen ging, wird nicht erwähnt. Und tatsächlich war Microsoft weder inhaltlich involviert noch personell vertreten, sondern hat lediglich die Räume als Sponsor zur Verfügung gestellt, während sich das <a href="https://digital-danach.de/das-digina-team-im-interview/">fünfköpfige Veranstaltungsteam</a> aus privat motivierten Gründen zusammengefunden hat.</p>
<h2>Rahmendaten zum Beitrag</h2>
<p><strong>Titel:</strong> „Unsterblich im Internet? Vom Umgang mit dem Tod in einer digitalen Welt“<br />
<strong>Sendetermin:</strong> Mi 10.01., 20:45Uhr<br />
<strong>Dauer:</strong> 30:01 min<br />
<strong>Mediathek:</strong> Der Beitrag ist hier in der MDR-Mediathek zu sehen:<br />
<strong>Zusatzinfos:</strong>&nbsp;Zur Sendung gibt es übrigens auch Textbeiträge unter&nbsp;MDR Mediathek und MDR exakt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-bei-exakt-die-story-mdr/">Digitaler Nachlass bei Exakt – Die Story, MDR</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>„Wir wollen Ihre Daten nicht!“ Offline-Vorsorge bei Somnity</title>
		<link>https://digital-danach.de/offline-vorsorge-somnity/</link>
					<comments>https://digital-danach.de/offline-vorsorge-somnity/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jan 2018 10:45:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[datensafe]]></category>
		<category><![CDATA[michael brück]]></category>
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		<category><![CDATA[somnity]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="474" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./somnity2-beitragsbild-1200x501.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Screenshot Homepage Somnity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/somnity2-beitragsbild-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/somnity2-beitragsbild-240x100.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/somnity2-beitragsbild-300x125.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Der Vorsorgeservice Somnity ging 2016 mit einem verschlüsselten digitalen Datensafe an den Start, in dem Vorsorgende ihre Daten und Kennwörter verwalten können. Die Daten werden dabei vor dem Upload auf ... <a title="„Wir wollen Ihre Daten nicht!“ Offline-Vorsorge bei Somnity" class="read-more" href="https://digital-danach.de/offline-vorsorge-somnity/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/offline-vorsorge-somnity/">„Wir wollen Ihre Daten nicht!“ Offline-Vorsorge bei Somnity</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="474" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./somnity2-beitragsbild-1200x501.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Screenshot Homepage Somnity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/somnity2-beitragsbild-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/somnity2-beitragsbild-240x100.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/somnity2-beitragsbild-300x125.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Der Vorsorgeservice Somnity ging 2016 mit einem verschlüsselten digitalen Datensafe an den Start, in dem Vorsorgende ihre Daten und Kennwörter verwalten können. Die Daten werden dabei vor dem Upload auf den Server auf dem Rechner des Anwenders verschlüsselt (<a href="https://digital-danach.de/ach-mach-ich-spaeter-somnity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wir berichteten</a>). Seit Herbst letzten Jahres bietet Somnity eine Offline-Variante per USB-Stick. Wir haben Geschäftsführer Michael Brück zur neuen Dienstleistung befragt.</em></p>
<figure id="attachment_1273" aria-describedby="caption-attachment-1273" style="width: 190px" class="wp-caption alignright"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/2016/10/78A9898.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1273 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/2016/10/78A9898-200x300.jpg?x88043" alt="Abb: Somnity-Gründer Michael Brück" width="200" height="300" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/2016/10/78A9898-200x300.jpg 200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/2016/10/78A9898.jpg 533w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1273" class="wp-caption-text">Somnity-Gründer Michael Brück. (Copyright: fotoatwork)</figcaption></figure>
<p><strong>Somnity ging mit einer Serverlösung an den Start, jetzt habt ihr mit dem <em>Family-Paket</em> einen USB-Stick zur verschlüsselten Speicherung von digitalen Werten und Zugängen in eurem Portfolio. Warum?</strong></p>
<p>Wenn es um Datenübertragung und Datenverwahrung auf Servern geht, haben manche Nutzer generell Zweifel an der 100%igen Sicherheit. Deshalb haben wir eine alternative Lösung entwickelt, die jeder bedienen und nachvollziehen kann. Kernstück des SOMNITY-Family-Pakets ist ein USB-Stick&nbsp; mit unserer Software. So hat der Anwender alle seine Daten bei sich und muss nichts im Internet speichern. Durch den Verkauf im Einzelhandel / durch Reseller werden wir jetzt auch unserem Leitspruch „WIR wollen Ihre Daten NICHT!“ zu 100% gerecht.</p>
<p><strong>Löst der Stick dann euer bisheriges Modell ab oder handelt es sich um eine Ergänzung?</strong></p>
<p>Der SOMNITY-Family-Stick ist eine Ergänzung unseres Angebotes. Die vorhergehenden Versionen wurden zum „SOMNITY-Professional-Paket“ zusammengefasst und werden seit dem 13. Oktober 2017 ebenfalls in einer kompletten Softwarebox ausgeliefert. Hier dient der mitgelieferte USB-Stick als Basis für die Registrierung im nach wie vor absolut sicheren SOMNITY-Rechenzentrum. Parallel haben wir unsere Website komplett überarbeitet. Unser neuer Auftritt ist nun deutlich frischer, freundlicher und schlüssiger für den Anwender.</p>
<p><strong>Viele Vorsorgende machen sich Gedanken, ob sie ihre Daten rechtlich sicher vererben können. Hilft die USB-Stick-Lösung auch dabei oder stellt sie vor allem eine technische Unterstützung dar?</strong></p>
<p>Ihr wisst ja, dass die Rechtsprechung zum Thema „Vererben“ noch nicht wirklich zu einem endgültigen Schluss gekommen ist. Die Frage „Rechtssicher JA oder NEIN“ stellt sich bei SOMNITY gar nicht. Jeder, der unsere neue Software nutzt, organisiert seine Daten und das Handling mit Bevollmächtigten völlig privat und unabhängig von Dritten.</p>
<p><strong>Vorsorge ist ein langfristiges Thema. Bei Zeiträumen von mehreren Jahrzehnten stellen sich Hardware- und Software-Fragen. Lassen sich von eurem Stick Backup-Kopien anfertigen? Und werden Updates für die Software bereitgestellt, damit z. B. die kryptografischen Verfahren immer auf dem aktuellen Stand sind?</strong></p>
<p>Der Stick lässt sich zwar kopieren, ist aber nur auf dem Original-Stick funktionsfähig – eines unserer Sicherheitsmerkmale. Sollte der USB-Stick nicht mehr funktionieren, tauschen wir ihn selbstverständlich kostenfrei gegen einen Neuen aus. Und wir haben auch für „SOMNITY Family“ eine Update-Funktion eingebaut, so dass der Kunde – wenn er das möchte – Neuerungen beziehen kann.</p>
<p><strong>Welche Tipps gibst du Vorsorgenden (außer dem Einsatz deines Sticks)?</strong></p>
<ul>
<li>Rechtzeitig um alles kümmern. Es passiert schneller als einem lieb ist. Wir haben gerade so einen Fall in unserem direkten Umfeld erlebt. Ein selbstständiger Finanzierungs-Berater erlitt „ohne Vorwarnung“ einen Infarkt. Ohne seine getroffenen Vorsorgemaßnahmen wäre seine Frau nicht in der Lage gewesen, ohne größere Probleme und zeitaufwändige Recherche alle seine Mandanten und Geschäftspartner zu informieren. Durch die notwendigen Informationen und Zugänge bzw. Berechtigungen konnte sie zumindest die wichtigsten Dinge im Namen ihres Ehemannes erledigen, während dieser sich voll auf seinen Genesungsprozess konzentrieren konnte.</li>
<li>Vorsicht bei Unternehmen, die Geräte des Verstorbenen untersuchen. Man sollte genau wissen, wem man die Hardware übergibt. Immerhin könnten sehr sensible Daten darauf enthalten sein. Zudem weiß man nie, ob man wirklich alles erhält.</li>
<li>Meiner Meinung nach sollten Passwörter nicht bei Notaren oder Banken hinterlegt werden. Ändert man diese nämlich, ist das Aktualisieren mit großem Aufwand bzw. hohen Kosten verbunden.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/offline-vorsorge-somnity/">„Wir wollen Ihre Daten nicht!“ Offline-Vorsorge bei Somnity</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>Der digitale Grabstein: Carsten Glaser im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 06:10:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[friedhof]]></category>
		<category><![CDATA[Grabmal]]></category>
		<category><![CDATA[grabstein]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-26-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-26.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-26-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-26-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Die Digitalisierung von Tod und Trauer macht auch vor dem Friedhof nicht Halt. Neben Angeboten wie dem Friedhofguide gibt es seit einigen Jahren auch technologisch angereicherte, digitale Grabsteine. Ein Vorreiter ... <a title="Der digitale Grabstein: Carsten Glaser im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/der-digitale-grabstein-carsten-glaser-im-interview/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/der-digitale-grabstein-carsten-glaser-im-interview/">Der digitale Grabstein: Carsten Glaser im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-26-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-26.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-26-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-26-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Die Digitalisierung von Tod und Trauer macht auch vor dem Friedhof nicht Halt. Neben Angeboten wie dem <a href="https://digital-danach.de/virtualisierung-des-friedhofs-friedhofguide-de/">Friedhofguide</a> gibt es seit einigen Jahren auch technologisch angereicherte, digitale Grabsteine. Ein Vorreiter digitalisierter Grabmale ist Carsten Glaser (<a href="http://www.glaser-holzkunst.de/">Glaser Holzkunst</a>), der schon 2008 erste Modelle entwarf. Wir haben ihn zu den Hintergründen befragt.</em></p>
<h3>Wie kamen Sie auf die Idee, Grabmale mit digitaler Technologie zu entwerfen?</h3>
<figure id="attachment_2908" aria-describedby="caption-attachment-2908" style="width: 215px" class="wp-caption alignright"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0016-2.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2908 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0016-2-225x300.jpg?x88043" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" width="225" height="300" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0016-2-225x300.jpg 225w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0016-2-120x160.jpg 120w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0016-2.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2908" class="wp-caption-text">Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de</figcaption></figure>
<p><strong>Carsten Glaser</strong>: Die Idee hatte ein niederländischer Kollege, der meine Arbeit sehr schön fand. Wir haben dann gemeinsame Möglichkeiten in Herstellung und Vertrieb gesehen und los gelegt.</p>
<h3>Wie war die Resonanz?</h3>
<p>Unser erstes digitales Grabmal hat damals viel Aufsehen erregt und wir hatten Anfragen aus einigen Ländern. Der Medienrummel war groß, wir haben es bis ins russische Fernsehen geschafft. Hier in Deutschland waren einige Fernsehsender bei uns und haben Beiträge zum Grabmal gesendet, ZDF, RTL, Sat1 und regionale Sender. In dieser Zeit hat man sogar in Berlin einen Friedhofsteil mit Stromversorgung für die Gräber geplant! (<em>Anm. d. Red.: Es berichteten u.a. auch <a href="https://www.welt.de/lifestyle/article1786315/Grabsteine-gibt-s-auch-mit-Flachbildschirm.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Welt</a>, <a href="http://www.stern.de/digital/technik/digitale-grabsteine-flatscreens-auf-dem-friedhof-3085570.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stern</a> und regionale Zeitungen.</em>)</p>
<h3>Was ist daraus geworden? Wie viele Aufträge gab es und wird diese Grabgestaltung weiter nachgefragt?</h3>
<p>Hergestellt haben wir zu guter Letzt sieben Grabmale in Holz und Stein. Die Zahlen aus den Niederlanden kenne ich nicht genau. Ab und zu erhalten wir noch immer die eine oder andere Anfrage, auch von Steinmetzkollegen. Sehr oft herrscht hier allerdings auch ein gewisses Konkurrenzdenken unter den Kollegen – diese Erfahrung mache ich allerdings schon seit meinem Einstieg in die Grabmalbranche vor 17 Jahren. Bei diesen Aufträgen fehlt leider auch oft die Nähe zum Kunden.</p>
<h3>Worin sehen Sie die größten Probleme in der Durchsetzung digitaler Grabmale – Friedhofsordnungen, Kosten, Bekanntheit?</h3>
<figure id="attachment_2906" aria-describedby="caption-attachment-2906" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0011-.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2906 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0011--300x225.jpg?x88043" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" width="300" height="225" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0011--300x225.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0011--213x160.jpg 213w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0011--1200x900.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/IMG_0011-.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2906" class="wp-caption-text">Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de</figcaption></figure>
<p>Die Produktion ist sehr aufwendig. Der Preis nur für den digitalen Part liegt bei ca. 1600,- €, dazu kommt die Friedhofssatzung und die Punkte, die Sie schon aufgeführt haben.</p>
<h3>Worauf konzentrieren Sie sich aktuell?</h3>
<p>Mit unseren Holzgrabmalen erreichen wir eine besondere Klientel. Es ist kein üblicher Verkauf! Ich habe immer einen sehr engen Kontakt zu den Angehörigen, hierbei entstehen immer wieder neue Grabzeichen, die sich deutlich von den steinigen Kollegen abheben. Die Zufriedenheit meiner Kunden ist dabei der schönste Lohn. Da ich von Haus aus Tischler bin, erfüllt mich diese Arbeit auch sehr. Es gibt noch eine sehr starke Wertschätzung und nicht den immer nörgelnden Kunden.</p>
<h3>Wie geht es mit digitaler Grabgestaltung Ihrer Meinung nach weiter?</h3>
<figure id="attachment_2907" aria-describedby="caption-attachment-2907" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Da-Cruz-frontal.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2907 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Da-Cruz-frontal-300x225.jpg?x88043" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" width="300" height="225" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Da-Cruz-frontal-300x225.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Da-Cruz-frontal-213x160.jpg 213w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Da-Cruz-frontal-1200x900.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Da-Cruz-frontal.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2907" class="wp-caption-text">Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de</figcaption></figure>
<p>Insgesamt glaube ich, dass die Zeit für die digitalen Grabsteine noch nicht gekommen ist – wenn sie dann irgendwann überhaupt einsetzt. Warum soll man auf den Friedhof gehen, wenn es doch den virtuellen Friedhof gibt, Bilder etc. kann ich auch zu Hause anschauen. Die digitalen Möglichkeiten wachsen. Der Mensch ist bequem und oft wird der Friedhofsgang eher als Pflicht, als Muss angesehen.</p>
<p>So ist es vielleicht auch gut, wenn man Friedhof und digitalen Nachlass, wie Sie es nennen, trennen kann. Ein Platz der Ruhe, wo dann vielleicht auch mal kein Bildschirm flimmert.</p>
<p>Ich verfolge diese Thema zwar noch, aber ich sehe meine Berufung bei anderen Fragestellungen. Zum Beispiel: Wie kann ich das Skateboard eines jung verstorbenen Mädchens in ein Grabmal integrieren?</p>
<figure id="attachment_2909" aria-describedby="caption-attachment-2909" style="width: 790px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_2.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2909" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_2.jpg?x88043" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" width="800" height="600" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_2.jpg 800w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_2-213x160.jpg 213w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_2-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2909" class="wp-caption-text">Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2910" aria-describedby="caption-attachment-2910" style="width: 1190px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Digizerk_2_onbewerkt.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2910" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Digizerk_2_onbewerkt-1200x772.jpg?x88043" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" width="1200" height="772" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Digizerk_2_onbewerkt-1200x772.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Digizerk_2_onbewerkt-240x154.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Digizerk_2_onbewerkt-300x193.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Digizerk_2_onbewerkt.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2910" class="wp-caption-text">Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2911" aria-describedby="caption-attachment-2911" style="width: 590px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_1.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2911" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_1.jpg?x88043" alt="Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de" width="600" height="800" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_1.jpg 600w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_1-120x160.jpg 120w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dig.Grabmal_1-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2911" class="wp-caption-text">Digitales Grabmal. Foto: Carsten Glaser / glaser-holzkunst.de</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/der-digitale-grabstein-carsten-glaser-im-interview/">Der digitale Grabstein: Carsten Glaser im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>Digitales kulturelles Erbe – Anne Klammt im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2017 07:25:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[digina]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[anne klammt]]></category>
		<category><![CDATA[geisteswissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[kulturwissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[mainzed]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-1-7-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Photo by Sanwal Deen on Unsplash" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-7.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-7-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-7-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Anne Klammt (www, Twitter) ist&#160;Geschäftsführerin von&#160;mainzed &#8211; Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften.&#160;Dort unterstützt sie Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen bei digitalen Forschungsfragen in den Geistes- und ... <a title="Digitales kulturelles Erbe – Anne Klammt im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/digitales-kulturelles-erbe-anne-klammt-im-interview/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-1-7-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Photo by Sanwal Deen on Unsplash" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-7.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-7-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-7-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Anne Klammt (<a href="https://speakerinnen.org/de/profiles/anne-klammt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www</a>, <a href="https://twitter.com/archaeoklammt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a>) ist&nbsp;Geschäftsführerin von&nbsp;</em><a href="http://mainzed.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mainzed</a> &#8211; Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften.&nbsp;<em>Dort unterstützt sie Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen bei digitalen Forschungsfragen in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Hier lesen Sie das ganze Interview mit der digina-Referentin (Archivieren und Erhalten: Unser kulturelles Erbe)!</em></p>
<figure id="attachment_2888" aria-describedby="caption-attachment-2888" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/klammt_von-AK.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2888 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/klammt_von-AK-245x300.jpg?x88043" alt="Foto: Anne Klammt" width="245" height="300" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/klammt_von-AK-245x300.jpg 245w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/klammt_von-AK-131x160.jpg 131w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/klammt_von-AK.jpg 654w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2888" class="wp-caption-text">Dr. Anne Klammt (Foto privat)</figcaption></figure>
<p><strong>Frau Klammt, was verstehen Sie als Wissenschaftlerin, die sich mit unserem digitalen kulturellen Erbe beschäftigt, unter dem Schlagwort <em>digitaler Nachlass?</em></strong></p>
<p>Digitaler Nachlass umfasst nach meinem Verständnis erstens alle absichtlich hinterlassenen Dokumente, Dateien und digitalen Profile. Zweitens möchte ich zum Nachlass alle unabsichtlich oder auch unbemerkt hinterlassenen digitalen Spuren zählen, die wir erzeugen, sobald wir in sozialen Netzwerken aktiv werden, Messenger-Dienste verwenden, Online einkaufen usw. Diese Spuren haben im wachsenden Maße direkte Folgen auf unser soziales Umfeld, digital wie analog – von der Einschätzung der politischen Präferenzen bis zur Kreditwürdigkeit aufgrund der Nachbarschaft.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielt digitaler Nachlass in Ihrer Arbeit?</strong></p>
<p>Die Frage des digitalen Nachlasses spielt für meine Arbeit auf zwei Ebenen eine Rolle. Zum einen habe ich als Wissenschaftlerin vermehrt damit zu tun, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre gesamte Forschung digital durchführen, und entsprechend ihr Nachlass *born digital* ist. Was früher als Briefwechsel zwischen Gelehrten im wissenschaftlichen Archiv aufgenommen wurde, ist heute über Festplatten, USB-Sticks, verschiedene Mail-Accounts und Weiteres verstreut.</p>
<h2>Kulturelles Erbe: Was zählt, ist der Kontext</h2>
<p><strong>Also so wie auch bei Privatpersonen. Und der Unterschied zum digitalen kulturellen Erbe?</strong></p>
<p>Fassen wir den Begriff des digitalen Nachlasses weiter, nämlich als Weitergabe von Kontextwissen und Wertvorstellungen, dann komme ich als weiteren Aufgabenbereich zum digitalen kulturellen Erbe. Wie kann genuin digitales kulturelles Erbe (etwa die Tweets während des arabischen Frühlings) oder auch digitalisiertes kulturelles Erbe (z.B. digitale 3D-Modelle inzwischen für immer zerstörter Denkmäler in Palmyra, Syrien) für die kommenden Generationen erhalten werden?</p>
<p>Hierbei geht es nicht allein um die technische Erhaltung der Dateien, sondern auch darum, die Information darüber zu erhalten und auffindbar zu machen, worum es geht. Nur wenn die Tweets als Teil der politischen Vorgänge erkennbar sind, wenn die Messdaten als digitale Repräsentation eines Monuments verständlich sind, wird die „Information“ und nicht nur die Datei aufbewahrt.</p>
<p><strong>Das entsprechend zu strukturieren und zu organisieren klingt nach einer großen Aufgabe.</strong></p>
<p>Dies ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit und meiner Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Es geht dabei zum einen um technische Fragen. Mehr aber noch um die Herbeiführung eines gesellschaftlichen Willens, der sich in gesetzlichen Regelungen und politischen Aufträgen abbildet.</p>
<h2>Die digitale Ergänzung der Archive und Museen</h2>
<p><strong>Wie sieht diese Herausforderung in Bezug auf die Zukunft konkret aus?</strong></p>
<p>Die Herausforderung der Zukunft liegt im Bereich des kulturellen Erbes in der Entwicklung eines semantischen Netzes und der Neuverhandlung des gesellschaftlichen Auftrags zur Erhaltung des kulturellen Erbes. Wir benötigen für die Pflege und Speicherung des kulturellen Gedächtnisses neue digitale Modelle, die neben die klassischen Einrichtungen zur Verwahrung des materiellen kulturellen Erbes, also Archive und Museen, treten können. Um unser Wissen digital verfügbar zu machen, müssen wir daran forschen, wie unser implizites menschliches Verstehen und das assoziative Denken in die digitale Welt übertragen werden kann. Ansonsten gerinnen unsere digitalen Daten binnen weniger Jahrzehnte zu unverständlichen Artefakten, vergleichbar mit heute nicht mehr lesbaren Schriften vergangener Kulturen.</p>
<p>Für beides – die physische Speicherung und die semantische Erschließung – benötigen wir rechtliche Rahmenbedingungen und politischen Willen, der sich aus einem gesellschaftlichen Diskurs ableitet. Dazu bedarf es einer Digitalisierungsdebatte auf allen Ebenen und auch in den Wissenschaften. Diese Debatte muss sich aus der aktuellen Verkrustung rund um Fragen der technischen Infrastrukturen lösen.</p>
<h2>Von der &#8222;dummen&#8220; Ablage zum erfahrbaren Nachlass</h2>
<p><strong>Worüber sprechen Sie auf der digina?</strong></p>
<p>Auf der digina werde ich über Zukunftsperspektiven und konkrete Herausforderungen bei der Bewahrung des digitalen kulturellen Erbes sprechen. Es wird um rechtliche Fragen gehen: Wer bestimmt eigentlich darüber, welche Gemälde und Skulpturen in der Wikipedia abgebildet werden? Aber ich möchte auch fragen: Ist das Internet ewig und wird das kulturelle Erbe im Netz für immer zugänglich sein?</p>
<p>Wie kommen wir von der derzeitigen Informationssammlung im Netz zu einer digitalen Repräsentation unseres kulturellen Wissens. Wie wird also aus einer „dummen“ Dokumentenablage ein echter Nachlass, der nachfolgenden Generationen Auskunft über unsere Gedanken und Ideen gibt?</p>
<p><strong>Vielen Dank, Frau Klammt, wir freuen uns schon auf Ihren Vortrag!</strong></p>
<p>Featured Image: Photo by Sanwal Deen on Unsplash</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/digitales-kulturelles-erbe-anne-klammt-im-interview/">Digitales kulturelles Erbe – Anne Klammt im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>Die ersten Referenten-Interviews zur digina 2017 sind online!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2017 06:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[digina]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Hader]]></category>
		<category><![CDATA[matthias meitzler]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Liepold]]></category>
		<category><![CDATA[thorsten benkel]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="710" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-1200x750.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="digina Interviews Features Image (Pixabay)" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-1200x750.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-240x150.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-300x188.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Am 16.11. findet in München die zweite digina statt, die Konferenz zu digitalem Nachlass, Online-Trauerkultur und zur Digitalisierung von Tod und Gedenken. Nachdem wir hier bereits auf die Interviews mit ... <a title="Die ersten Referenten-Interviews zur digina 2017 sind online!" class="read-more" href="https://digital-danach.de/die-ersten-referenten-interviews-zur-digina-2017-sind-online/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="710" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-1200x750.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="digina Interviews Features Image (Pixabay)" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-1200x750.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-240x150.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920-300x188.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview-2071228_1920.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Am 16.11. findet in München die zweite digina statt, die Konferenz zu digitalem Nachlass, Online-Trauerkultur und zur Digitalisierung von Tod und Gedenken. Nachdem wir hier bereits auf die <a href="https://digital-danach.de/das-digina-team-im-interview/">Interviews</a> mit den Mitgliedern des neuen, vergrößerten Teams hingewiesen haben, freuen wir uns über weitere spannende Gespräche.</p>
<h2>Thorsten Benkel und Matthias Meitzler</h2>
<p>Die beiden Soziologen, die viel zum Thema Friedhof geforscht haben, hatten wir auch bei digital-danach.de bereits im Interview: &#8222;<a href="https://digital-danach.de/friedhofssoziologen-interview-benkel-meitzler-friedhof-auskunft-gesellschaft-wandel/">Der Friedhof gibt Auskunft über die Gesellschaft und ihren Wandel</a>&#8222;. Auf der digina sprechen sie über &#8222;Parasoziale Kommunikation in Zeiten der Digitalisierung&#8220;. Im Interview mit dem digina-Blog berichten die beiden Bestseller-Autoren (&#8222;Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe&#8220;), worum es dabei gehen wird:</p>
<blockquote><p>Wir möchten thematisieren, inwiefern Menschen post mortem mittels digitaler Technologien bzw. dank Online-Präsenzmedien gewissermaßen „weiter wirken“, welche gesellschaftlichen Implikationen dies mit sich bringt, und was das alles mit dem sozialen Wandel zu tun hat.</p></blockquote>
<p>Das ganze Interview lesen Sie hier.</p>
<h2>Rainer Liepold</h2>
<p>Erst vor Kurzem war der evangelische Pfarrer aus dem Münchner Norden <a href="https://digital-danach.de/online-trauerkultur-kirche-pfarrer-rainer-liepold-interview/">im Audio-Interview</a> hier zu hören. Sein Vortrag auf der digina 2017 trägt den Titel &#8222;Kirche und Netz – eine neue Gedenkkultur&#8220; und lotet aus, wohin die Kirche geht:</p>
<blockquote><p>Wir Pfarrer sind gesuchte Ansprechpartner rund um das Thema „Tod“ – bislang aber ganz überwiegend auf analogen Kanälen. Digitale Angebote sind für die Zukunft eine unabdingbar notwendige Ergänzung.</p></blockquote>
<p>Das ganze Interview lesen Sie hier.</p>
<h2>Joachim Hader</h2>
<p>Der IT-Sachverständige und Datenforensiker Joachim Hader wendet sich den technischen und rechtlichen Seiten des digitalen Nachlasses zu. Sein Vortrag &#8222;Wem vertraue ich meine Daten an? – Eine kritische Betrachtung&#8220; geht über Fragen des Nachlasses hinaus – und behandelt auch DAtenschutz und -sicherheit zu Lebzeiten:</p>
<blockquote><p>Ich spreche darüber, dass wir sehr genau darauf schauen sollten, wem wir unsere sensiblen Daten zu Lebzeiten anvertrauen und warum ein digitales Testament einem Testament, in dem wir den Umgang mit unseren Vermögenswerten regeln, gleichzusetzen ist.</p></blockquote>
<p>Das ganze Interview lesen Sie hier.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/die-ersten-referenten-interviews-zur-digina-2017-sind-online/">Die ersten Referenten-Interviews zur digina 2017 sind online!</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>Digitaler Nachlass, Online-Trauerkultur und die Kirche: Pfarrer Rainer Liepold im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2017 06:01:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitale Trauerkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[evangelische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[gedenkenswert.de]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Liepold]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Interview Rainer Liepold Beitragsbild" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Dennis Schmolk interviewt Pfarrer Dr. Rainer Liepold zu Digitalthemen in der evangelischen Kirche, Online-Trauerkultur und seine Projektidee&#160;gedenkenswert.de. Außerdem wird Rainer Liepold auf der diesjährigen&#160;Konferenz zum digitalen Nachlass über „Kirche und ... <a title="Digitaler Nachlass, Online-Trauerkultur und die Kirche: Pfarrer Rainer Liepold im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/online-trauerkultur-kirche-pfarrer-rainer-liepold-interview/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Interview Rainer Liepold Beitragsbild" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/fb-friendly-Stimmen-zum-digitalen-Nachlass-1-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Dennis Schmolk interviewt Pfarrer Dr. Rainer Liepold zu Digitalthemen in der evangelischen Kirche, Online-Trauerkultur und seine Projektidee&nbsp;<em>gedenkenswert.de</em>. Außerdem wird Rainer Liepold auf der diesjährigen&nbsp;Konferenz zum digitalen Nachlass über „Kirche und Netz – eine neue Gedenkkultur“&nbsp;sprechen.</p>
<p>Das Interview können Sie hier hören oder <a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview_schmolk_liepold.mp3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als MP3 herunterladen</a>:</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-2846-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview_schmolk_liepold.mp3?_=1" /><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview_schmolk_liepold.mp3">https://digital-danach.de/wp-content/uploads/interview_schmolk_liepold.mp3</a></audio>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Über Rainer Liepold</h3>
<p>Dr. Rainer Liepold, Jahrgang 1967, hat als evangelischer Pfarrer schon über 500 Menschen unter die Erde gebracht. Bestattungen bis ins Detail liebevoll, mit spürbar persönlicher Note und einem wachen Blick für die Bedürfnisse der Angehörigen zu gestalten, ist ihm ein Herzensanliegen.</p>
<p>In einer Kirchengemeinde im Münchner Norden, sowie in der Altenheimseelsorge ist er als Seelsorger im Einsatz. Zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge und Coachings zu den Themen „alternde Gesellschaft“, „Sterbebegleitung“ und „Bestattungskultur“ haben ihn weit über seinen Wirkungskreis hinaus bekannt gemacht.</p>
<p>Rainer Liepold hat in der Biographieforschung promoviert. Als Geistlicher entdeckt er jeden Tag aufs Neue, was Menschen rund um das Thema Sterben beschäftigt. Die sich ändernden Bedürfnisse und die aktuellen Trends auf dem Bestattungsmarkt haben ihn für die Chancen digitaler Angebote sensibilisiert. Derzeit arbeitet er gemeinsam mit „<a href="http://www.vernetzte-kirche.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vernetzte Kirche</a>“ an einem Onlineangebot zur Sterbe-, Bestattungs- und Erinnerungskultur, das unter gedenkenswert.de verfügbar sein wird.</p>
<p><em>Beitragsbild: Montage <a href="https://digital-danach.de/ueber/ueber-uns/">Dennis Schmolk</a> / Portrait&nbsp;<a href="http://www.jasmintotschnig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.jasmintotschnig.de</a></em></p>
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		<title>Bitkom-Umfrage zum digitalen Nachlass – Susanne Dehmel im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2017 06:33:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Bitkom]]></category>
		<category><![CDATA[digitaler Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[Susanne Dehmel]]></category>
		<category><![CDATA[vorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="718" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-1200x758.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Headergrafik Bitkom-Umfrage: Umfragebalken" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-1200x758.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-240x152.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-300x190.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Susanne Dehmel ist Mitglied der Geschäftsleitung Recht &#38; Sicherheit beim Bitkom e.V. Sie verantwortet dort die Themen Vertrauen &#38; Sicherheit. Bereits seit 2010 leitet sie den Bereich Datenschutz. Wichtiger Teil ihrer ... <a title="Bitkom-Umfrage zum digitalen Nachlass – Susanne Dehmel im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/bitkom-umfrage-digitaler-nachlass-studie/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/bitkom-umfrage-digitaler-nachlass-studie/">Bitkom-Umfrage zum digitalen Nachlass – Susanne Dehmel im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="718" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-1200x758.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Headergrafik Bitkom-Umfrage: Umfragebalken" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-1200x758.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-240x152.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom-300x190.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/header-bitkom.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Susanne Dehmel ist Mitglied der Geschäftsleitung Recht &amp; Sicherheit beim Bitkom e.V. Sie verantwortet dort die Themen Vertrauen &amp; Sicherheit. Bereits seit 2010 leitet sie den Bereich Datenschutz. Wichtiger Teil ihrer Arbeit ist die Förderung von Vertrauen und Sicherheit in der digitalen Welt und insbesondere die praxisgerechte Weiterentwicklung des Datenschutzes in der Informationsgesellschaft. Wir haben im Zuge der aktuellen Bitkom-Umfrage von August 2017 mit Ihr über digitalen Nachlass gesprochen.</em></p>
<figure id="attachment_2802" aria-describedby="caption-attachment-2802" style="width: 290px" class="wp-caption alignright"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dehmel_Susanne-2_4000x3000.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2802 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dehmel_Susanne-2_4000x3000-300x225.jpg?x88043" alt="Foto: Susanne Dehmel" width="300" height="225" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dehmel_Susanne-2_4000x3000-300x225.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dehmel_Susanne-2_4000x3000-213x160.jpg 213w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dehmel_Susanne-2_4000x3000-1200x900.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Dehmel_Susanne-2_4000x3000.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2802" class="wp-caption-text">Foto: Susanne Dehmel (Bitkom)</figcaption></figure>
<h3>Der Digitalverband Bitkom hat bereits 2015 die Initiative ergriffen und eine Bitkom-Umfrage zum digitalen Nachlass durchführen lassen. Was waren die Anlässe, dem Thema 2015 nachzugehen, und es jetzt, 2017 weiterzuverfolgen?</h3>
<p>Tatsächlich hatten wir immer wieder Anfragen von Journalisten, die wissen wollten, was mit Accounts passiert, wenn jemand verstirbt. Wir haben nachgefragt und festgestellt, dass es keinen einheitlichen Umgang damit von Seiten der Anbieter gab. Es gab auch wenig Literatur dazu. Daher haben wir uns ein wenig mit dem Thema befasst und es wird immer wieder dankbar aufgegriffen.</p>
<h3>Was bedeutet das Thema für Ihre Verbandsmitglieder?</h3>
<p>Die Anbieter möchten natürlich mit dem nötigen Fingerspitzengefühl an dieses sensible Thema herangehen. Das ist nicht ganz einfach. Es gibt da zum einen rechtliche Aspekte, aber eben auch emotionale und kulturelle Unterschiede. Das gleiche Vorgehen kann in einigen Fällen sehr gut passen, in anderen eine gewisse Härte darstellen.</p>
<h3>Was halten Sie davon, wenn Online-Dienste wie Soziale Netzwerke, E-Mail-Provider oder Cloud-Dienste Funktionen anbieten, mit denen Nutzer schon zu Lebzeiten Vorkehrungen treffen können?</h3>
<p>Das kann durchaus hilfreich sein. Ich weiß allerdings nicht, inwieweit diese Funktionen tatsächlich genutzt werden.</p>
<h3>Gibt es denn unter Ihren Mitgliedern Unternehmen, die bereits solche Funktionen anbieten?</h3>
<p>Beispielsweise bei Facebook gibt es die Funktion, sodass ich schon im Vorhinein eine Wahl treffen kann und Facebook so im Voraus mitteilen kann, ob das eigene Konto in den Gedenkzustand versetzt oder dauerhaft aus Facebook gelöscht werden soll.</p>
<h3>Welche Rolle wird das Thema digitaler Nachlass in unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft künftig spielen?</h3>
<p>Mit Sicherheit eine größere als noch vor wenigen Jahren. In dem Maße, in dem wir unseren Alltag digitalisieren, spielt sich unser Leben auch im Netz ab und entsprechend hinterlassen wir eine Vielzahl von Accounts und Daten, wenn wir sterben.</p>
<h3>Wo sehen Sie hier die größten Hürden?</h3>
<p>Generell beschäftigen sich die Menschen nicht gerne mit ihrem eigenen Tod, das ist im Digitalen nicht anders als im Analogen. Außerdem ist die wechselnde Vielzahl der genutzten Dienste nicht leicht nachvollziehbar zu verwalten.</p>
<h3>Vielen Dank, Frau Dehmel!</h3>
<hr />
<h2>Hintergrund: Die beiden Bitkom-Umfragen im Vergleich</h2>
<p>Im Auftrag des Bitkom erschien im Mai 2015 die erste Umfrage zum digitalen Nachlass, jetzt im <a href="https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Die-wenigsten-regeln-ihren-digitalen-Nachlass.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">August 2017 die zweite</a>. Während die erste Bitkom-Umfrage für zwei konkrete Fragestellungen Zahlen liefert, wurde die zweite um einige Fragen erweitert – sie bietet entsprechend mehr Informationen. So differenziert sie z.B. nach Altersgruppen, fragt ab, ob das Thema als wichtig eingeschätzt wird und geht auf verschiedene Varianten bei der Vorsorge ein.</p>
<p>Data Journalist Mathias Brandt hat die Ergebnisse in einer <a href="https://de.statista.com/infografik/10771/digitaler-nachlass-in-deutschland/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infografik für Statista</a> anschaulich aufbereitet:</p>
<p><a title="Infografik: Was passiert nach dem Tod mit Online-Konten? | Statista" href="https://de.statista.com/infografik/10771/digitaler-nachlass-in-deutschland/"></a> Mehr Statistiken finden Sie bei <a href="https://de.statista.com/">Statista</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Zwei Fragen im direkten Vergleich</h3>
<p>Sowohl 2015 als auch 2017 steht die Frage im Mittelpunkt, wer seinen digitalen Nachlass bereits geregelt hat:</p>
<ul>
<li>2015: Neun von zehn Internetnutzern (93 Prozent) haben für den Fall ihres Todes ihren digitalen Nachlass nicht geregelt.</li>
<li>2017: Acht von zehn Internetnutzern (80 Prozent) sagen, dass sie ihren digitalen Nachlass noch überhaupt nicht geregelt haben.</li>
</ul>
<p>Ebenfalls wird der Aspekt wieder aufgegriffen, dass den Internetnutzern Informationen zum Thema fehlen:</p>
<ul>
<li>2015: Etwa acht von zehn (78 Prozent) Internetnutzern geben an, dass sie ihren digitalen Nachlass gerne regeln würden, ihnen dafür aber Informationen fehlen.</li>
<li>2017: Sieben von zehn Internetnutzern (69 Prozent) geben an, dass ihnen die Informationen fehlen, um den digitalen Nachlass zu regeln.</li>
</ul>
<h3>Zur Methodik</h3>
<p>Die Rahmendaten zur Grundgesamtheit sind vergleichbar: Laut Bitkom wurden 2015 1.016 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter befanden sich 812 Internetnutzer. 2017 waren es 1.013 Bundesbürger ab 14, darunter 842 Internetnutzer. Während die Umfrage 2015 in Zusammenarbeit von Bitkom Research mit Aris Umfrageforschung durchgeführt wurde, wird für 2017 Bitkom Research allein angegeben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/bitkom-umfrage-digitaler-nachlass-studie/">Bitkom-Umfrage zum digitalen Nachlass – Susanne Dehmel im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>LifeCompanion: App-Initiator Leonhard Bichler im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 May 2017 06:03:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[app]]></category>
		<category><![CDATA[leonhrad bichler]]></category>
		<category><![CDATA[lifecompanion]]></category>
		<category><![CDATA[software]]></category>
		<category><![CDATA[tomorrowBits]]></category>
		<category><![CDATA[vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[vorsorgelösung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12-1200x630.png?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12.png 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12-240x126.png 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12-300x158.png 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Leonhard Bichler bringt mit &#8222;LifeCompanion&#8220; (www, Gründerszene) eine App auf den Markt, die sich um die letzten Dinge kümmern soll. Wir haben den Gründer interviewt. Wie sind Sie auf das ... <a title="LifeCompanion: App-Initiator Leonhard Bichler im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/lifecompanion-app-initiator-leonhard-bichler-im-interview/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12-1200x630.png?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12.png 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12-240x126.png 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-12-300x158.png 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Leonhard Bichler bringt mit &#8222;</em>LifeCompanion<em>&#8220; (www, <a href="https://www.gruenderszene.de/allgemein/lifecompanion-tod-app" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gründerszene</a>) eine App auf den Markt, die sich um die letzten Dinge kümmern soll. Wir haben den Gründer interviewt.</em></p>
<h3>Wie sind Sie auf das Thema digitaler Nachlass aufmerksam geworden?</h3>
<figure id="attachment_2582" aria-describedby="caption-attachment-2582" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2582" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Pressebild-Leon-Bichler-300x200.jpg?x88043" alt="LifeCompanion - Bild des App-Initiators Leonhard Bichler" width="300" height="200" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Pressebild-Leon-Bichler-300x200.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Pressebild-Leon-Bichler-240x160.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Pressebild-Leon-Bichler-1200x800.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Pressebild-Leon-Bichler.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-2582" class="wp-caption-text">Foto Leonhard Bichler: TomorrowBits GmbH</figcaption></figure>
<p>Die App LifeCompanion deckt diverse Bereiche ab, von denen für mich zu Beginn der App-Entwicklung ganz andere als der digitale Nachlass im Vordergrund standen: Beispielsweise ging es mir zuerst schwerpunktmäßig um das emotionale Vermächtnis, das heißt, dass man in der App persönliche Nachrichten etwa an Familie und Freunde, den letzten Facebookpost oder auch persönliche Wünsche hinterlegen kann, wie etwa die gewünschte Bestattungsart oder den Song, der auf der eigenen Beerdigung gespielt werden soll.</p>
<p>Aber auch die Möglichkeit, Infos darüber zu hinterlegen, ob man etwa eine Vorsorgevollmacht, einen Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung hat und Infos dazu zu erhalten, was das jeweils überhaupt ist, wie man sie bekommt und wo diese im Falle eines schweren Unfalls gefunden werden können, waren da zunächst im Vordergrund. Gerade auch diese Informationen werden ja durch LifeCompanion im Ernstfall einer oder mehreren Personen zugestellt.</p>
<p>Jedoch rückte das Thema digitaler Nachlass spätestens beim Brainstorming mit dem Entwicklerteam von der <em>Mobile-Software-AG</em> in den Fokus, die für meine Firma, die <em>TomorrowBits GmbH</em>, die App entwickelt hat. Seitdem ist auch dieses Thema ein für LifeCompanion bedeutendes geworden.</p>
<h3>Mit der LifeCompanion-App haben Sie ein Vorsorgetool entwickelt. Die App ist als &#8222;Begleiter durch alle Stationen des Lebens und darüber hinaus&#8220; gedacht. Was ist die Idee dahinter –&nbsp;und was heißt das genau?</h3>
<figure id="attachment_2581" aria-describedby="caption-attachment-2581" style="width: 161px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2581" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-3-171x300.png?x88043" alt="LifeCompanion - Screenshot" width="171" height="300" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-3-171x300.png 171w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-3-91x160.png 91w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-3.png 511w" sizes="auto, (max-width: 171px) 100vw, 171px" /><figcaption id="caption-attachment-2581" class="wp-caption-text">Screenshot: TomorrowBits GmbH</figcaption></figure>
<p>Mit LifeCompanion hat man kostenfrei eine App an der Seite, die genau in jenen Lebenssituationen hilfreich ist, wo andre Apps nichts nützen oder höchstens Teillösungen anbieten. Nämlich zum einen bei der Lebensplanung, indem die App dazu anleitet, festzulegen, was für <em>Lebensziele</em> man sich noch stecken möchte. Zum anderen begleitet LifeCompanion die <em>Lebensreflexion</em>, indem in der App zum Festhalten von Lebenshighlights oder gar zum Führen eines Tagebuches angeregt wird.</p>
<p><del></del>LifeCompanion hilft außerdem verantwortungsvollen Menschen auf Ihrem Lebensweg, die sich fragen, was mit ihren Liebsten in finanzieller oder in emotionaler Hinsicht eigentlich passieren würde, wenn man eines Tages verstirbt und wie man diese schreckliche Situation für sie im Voraus abmildern könnte.</p>
<p>Letztlich kommt LifeCompanion aber gerade auch dem Wunsch des Nutzers nach, an seine Hinterbliebenen im Todesfall persönliche Worte zu übermitteln: Informationen zu seinen letzten Wünschen oder zu sonstigen wichtigen Dokumenten, wie etwa dem Fundort des Testaments. Aber auch die Übermittlung letzter Worte in einer Mail an seine Freunde, Verwandten, Familienangehörigen oder gar an seine Online-Freunde per Facebook-Posting ist möglich, wie auch die Freigabe von Zugangsdaten für die eigenen digitalen Accounts.</p>
<p>Neben der Vermittlung von diversen Informations- und Dienstleistungsangeboten zu diesen Bereichen bietet LifeCompanion seinen Nutzern schließlich auch Hilfsangebote und weiterführende Informationen zu diesen Themenfeldern aus den Bereichen Sterbeforschung, Nahtodforschung und aus den Religionen.</p>
<h3>Die Vorsorge-App hat ein breites Funktionsspektrum &#8211; was ist für Sie persönlich die wichtigste Funktion?</h3>
<figure id="attachment_2580" aria-describedby="caption-attachment-2580" style="width: 290px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2580" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-2-300x254.png?x88043" alt="LifeCompanion - Foto der App" width="300" height="254" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-2-300x254.png 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-2-189x160.png 189w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeCompanion-2.png 902w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-2580" class="wp-caption-text">Foto: TomorrowBits GmbH</figcaption></figure>
<p>Bei den vielen Funktionen, die es bisher schon gibt, ist ein Favorit sehr schwer zu wählen.</p>
<p>Momentan nutze ich die App &#8211; vermutlich weil ich mit 30 Jahren gerade in der entsprechenden Phase bin &#8211; am meisten für die Ausarbeitung meiner weiteren Lebensziele, für den Eintrag meiner bisherigen Lebenshighlights und für mein Tagebuch oder ich höre mir den täglichen Tagesimpuls an.</p>
<p>Trotzdem ist mir persönlich wohl die Nachrichtenfunktion am Wichtigsten und zugleich aber auch die Checkliste über meine Dokumente. So kann ich einerseits sichergehen, dass meine Liebsten wenigstens noch ganz persönliche Worte von mir haben, wenn mir plötzlich etwas zustoßen sollte und andererseits kann ich sichergehen, dass Dokumente zu meinem Patientenwillen an die richtigen Leute kommen, falls mir etwas zustößt, durch das ich meinen Willen etwa für medizinische Maßnahmen nach einem schweren Unfall nicht mehr äußern kann.</p>
<h3>Warum haben Sie sich für eine App-Lösung entschieden?</h3>
<p>Die App LifeCompanion sollte sicherheitshalber jeder Mensch vom jüngeren bis mittleren oder gar höherem Erwachsenenalter haben und ein Großteil der Leute in dieser Zielgruppe besitzen ein Smartphone, auf dem man eine App installieren kann.</p>
<p>Der Vorteil einer Smartphone-App ist, dass das Smartphone sowohl in emotionalen Momenten &#8211; dann also, wenn man etwa Höhepunkte, besondere Tageserlebnisse oder gar Ängste verarbeitet &#8211; ganz nah am Menschen ist. Näher als Computer oder Zettel und Stift. Das gilt vor allem, wenn man gerade im Bett liegend Gedanken im Kopf hat, im Zug sitzt und aus dem Fenster guckt oder sonst wo ist.</p>
<p>Das Smartphone ist für viele Menschen das Erste, nach dem sie am Morgen greifen und das Letzte, das sie am Abend in Händen halten. Damit ist es ebenfalls der Wegbegleiter des modernen Menschen schlechthin und damit das Medium der Wahl für LifeCompanion.</p>
<h3>Und worum geht es beim 341 („three for one“) -Prinzip, von dem die Rede ist?</h3>
<p>Bei diesem Prinzip stehen drei Leute für den Nutzer der App ein. So ähnlich wie bei dem Musketier-Prinzip: „Einer für alle, alle für einen!“. Dabei legt man als Nutzer mindestens einen Vertreter an, der im Todesfall den Tod in der App durch Drücken eines Buttons meldet und der später Zugriff auf alle hinterlegten Daten bekommen soll.</p>
<p>Dieser Person sollte man daher sehr vertrauen, sodass man dafür im Normalfall vermutlich ein oder mehrere Personen aus dem Familienkreis wählen wird. Zudem braucht man zwei Zeugen, das könnten z. B. Freunde sein, die sich von der Wahrheit des gemeldeten Todesfalls vergewissern und ihn in der App bestätigen. Erst dann wird für den oder die Vertreter der Zugang zu den Daten freigeschaltet.</p>
<h3>In der App lassen sich Wünsche sowie Infos zu persönlichen Zugangsdaten und wichtigen Dokumenten hinterlegen. Wie begegnen Sie den großen Herausforderungen unserer Zeit in Sachen Datenschutz und -sicherheit?</h3>
<p>Beim Thema Datenschutz weisen wir unter anderem darauf hin, dass wir über die anonymisierten Daten hinaus, die etwa von Facebook an uns mit der Zustimmung des Nutzers übermittelt werden oder die von GoogleAnalytics bzw. Firebase gesammelt und ausgewertet werden, keine personenbezogenen Daten etwa für die Personalisierung von Werbung nutzen. Wenn es bei uns Werbung gibt, dann gibt es lediglich für jeden Nutzer die selbe Werbung und auch lediglich solche, die im Rahmen der Themen von LifeCompanion einen möglichen Mehrwert für den Nutzer darstellt und zudem möglichst unaufdringlich ist.</p>
<p>Was die Sicherheit angeht, haben wir diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen, dass die Nutzerdaten bei uns sicher sind und wir nutzen ausschließlich in Deutschland betriebene Server mit deutschen Standards. Zudem ist die App auf reine Onlinefunktionalität ausgerichtet, sodass die Daten selbst dann noch erhalten sind, wenn das Smartphone verloren gehen sollte oder beschädigt wird und sodass die Nutzerdaten außerdem nicht direkt auf dem Smartphone gespeichert sind.</p>
<p>Wem all das immer noch nicht sicher genug ist, z. B. weil er dem Internet generell misstraut, der kann LifeCompanion dennoch vollumfänglich nutzen und beispielsweise in der App einfach Fundorte hinterlegen, an denen Kennwörter, Dokumente oder Briefe zu finden sind. Außerdem werden diese Fundorte an den oder die Vertreter auch erst dann bekannt gegeben, wenn einem tatsächlich etwas zugestoßen ist.</p>
<p><em>Weitere Interviews finden Sie in unserer <a href="https://digital-danach.de/interview/">entsprechenden Kategorie</a>.</em></p>
<figure id="attachment_2583" aria-describedby="caption-attachment-2583" style="width: 1190px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2583 size-large" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe1-1200x720.jpg?x88043" alt="LifeCompanion - Screenshot" width="1200" height="720" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe1-1200x720.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe1-240x144.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe1-300x180.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe1.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2583" class="wp-caption-text">Screenshot: TomorrowBits GmbH</figcaption></figure>
<figure id="attachment_2584" aria-describedby="caption-attachment-2584" style="width: 1190px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2584" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe2-1200x720.jpg?x88043" alt="LifeCompanion - Screenshot" width="1200" height="720" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe2-1200x720.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe2-240x144.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe2-300x180.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenerreihe2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-2584" class="wp-caption-text">Screenshot: TomorrowBits GmbH</figcaption></figure>
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		<title>Das digitale Bestattungshaus Mymoria. Die Gründer im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 May 2017 14:05:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bestattungswesen digital]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="689" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./1610_Mymoria_ScreenShot_Home-1200x728.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Screenshot Mymoria Homepage" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/1610_Mymoria_ScreenShot_Home.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/1610_Mymoria_ScreenShot_Home-240x146.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/1610_Mymoria_ScreenShot_Home-300x182.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>&#8222;Sicher – online – von zu Hause&#8220; titelt eine&#160;Infobroschüre von mymoria. Bezieht man mit ein, dass es sich um ein Bestattungsunternehmen handelt, bekommt dieser Dreiklang&#160;eine besondere Note. mymoria (Link) ging ... <a title="Das digitale Bestattungshaus Mymoria. Die Gründer im Interview" class="read-more" href="https://digital-danach.de/was-macht-eigentlich-ein-digitales-bestattungshaus-die-mymoria-gruender-im-interview/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/was-macht-eigentlich-ein-digitales-bestattungshaus-die-mymoria-gruender-im-interview/">Das digitale Bestattungshaus Mymoria. Die Gründer im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="689" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./1610_Mymoria_ScreenShot_Home-1200x728.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Screenshot Mymoria Homepage" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/1610_Mymoria_ScreenShot_Home.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/1610_Mymoria_ScreenShot_Home-240x146.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/1610_Mymoria_ScreenShot_Home-300x182.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>&#8222;Sicher – online – von zu Hause&#8220; titelt eine&nbsp;Infobroschüre von mymoria. Bezieht man mit ein, dass es sich um ein Bestattungsunternehmen handelt, bekommt dieser Dreiklang&nbsp;eine besondere Note. mymoria (<a href="https://www.mymoria.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Link</a>) ging 2015 mit der Vision an den Start, Hinterbliebenen die Planung und Beauftragung einer Bestattung komplett online zu ermöglichen – und wird somit zu einem Beispiel für die Digitalisierung einer analogen Branche. Die Gründer im Interview.</em></p>
<figure id="attachment_2492" aria-describedby="caption-attachment-2492" style="width: 790px" class="wp-caption alignright"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Mymoria_Gründerteam_v.l.BjörnKrämer_PeterKautz_HeikoReintsch_2000px.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2492 size-full" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Mymoria_Gründerteam_v.l.BjörnKrämer_PeterKautz_HeikoReintsch_2000px.jpg?x88043" alt="Das Gründerteam. V.l. Björn Krämer, Peter Kautz, Heiko Reintsch. " width="800" height="534" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Mymoria_Gründerteam_v.l.BjörnKrämer_PeterKautz_HeikoReintsch_2000px.jpg 800w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Mymoria_Gründerteam_v.l.BjörnKrämer_PeterKautz_HeikoReintsch_2000px-240x160.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Mymoria_Gründerteam_v.l.BjörnKrämer_PeterKautz_HeikoReintsch_2000px-300x200.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Mymoria_Gründerteam_v.l.BjörnKrämer_PeterKautz_HeikoReintsch_2000px-1200x801.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2492" class="wp-caption-text">Das Gründerteam, v.l.: Björn Krämer, Peter Kautz, Heiko Reintsch. (Copyright mymoria)</figcaption></figure>
<h3>Geht es um Bestattungen und Internet, herrscht oft noch begriffliche Unschärfe. Das wollen wir gleich zu Beginn klären. Was versteht ihr unter Online-Bestattung und Internetbestattung und was genau macht mymoria?</h3>
<p>Weil die genannten Begriffe nicht klar erklären würden, was wir machen, sind wir ein <strong>Digitales Bestattungshaus</strong>. Wir haben den kompletten Prozess der Bestattungsplanung und -beauftragung digitalisiert. Hinterbliebene geben bei mymoria den Ort der Bestattung an, suchen sich die Bestattungsart und alle gewünschten Produkte auf unserer Seite aus. Bei Bedarf unterstützen unsere ausgebildeten und erfahrenen Bestatter Tag und Nacht am kostenfreien Servicetelefon. Unsere Bestatter vor Ort übernehmen dann die physischen Aufgaben, wie die Überführung, die Versorgung der Toten und die Beisetzung.&nbsp;</p>
<h3>Was unterscheidet mymoria von einem klassischen Bestattungsunternehmen?</h3>
<p>Bei uns kann man Bestattungen und Bestattungsvorsorgen bequem von zu Hause aus planen und beauftragen. Das alles zu jeder Tages- und Nachtzeit und von überall auf der Welt, wenn beispielsweise die Familie verstreut lebt. Dabei sind wir von vornherein transparent und zeigen zu jedem Zeitpunkt den Preis an, damit jeder für sein Budget das Richtige findet und ohne Druck entscheiden kann.</p>
<h3>Welche Menschen nehmen euer Angebot in Anspruch? Gibt es hier ein Stadt-Land-Gefälle oder eine bestimmte Altersgruppe?</h3>
<p>Unsere Kundschaft ist grundsätzlich breit gefächert. Aber die Menschen, die für jemanden eine Bestattung planen müssen, sind in der Regel nicht sehr jung. Doch die Generation, die heute Großeltern und Eltern beerdigt, kennt das Internet gut und ist beim Online-Kauf sehr erfahren. Für sie ist es nur konsequent, nun auch Bestattungen online zu buchen. Und dabei ist es, auch wenn man anderes vermuten mag, egal, ob die Kunden in der Stadt oder im ländlichen Raum wohnen. Die Bestattungen, die wir durchführen, sind ziemlich gleichmäßig über Deutschland verteilt.</p>
<h3>Spielt bei euch das Thema digitaler Nachlass eine Rolle?</h3>
<p>Kaum, wir bieten digitalen Nachlass zwar optional mit an, er wird aber von unseren Kunden selten beauftragt. Das wird sich aber ändern, sobald die jetzt jüngeren Generationen ihre Bestattungen planen.</p>
<h3>Die Digitalisierung wird die Arbeit in den Bereichen Tod und Trauer noch weiter verändern. Was wäre ein außergewöhnliches Zukunftszenario, das ihr euch vorstellen könntet?</h3>
<p>Die Digitalisierung gibt Hinterbliebenen schon jetzt mehr Zeit zum Trauern und Gedenken. Mittelfristig wird sich die Bestattungs- und Trauerkultur dieser gesellschaftlichen Entwicklung anpassen und auch offener und weniger mit Tabus behaftet sein. In Zukunft werden Trauerfeiern und Bestattungen online übertragen, von Drohnen gefilmt, damit alle Freunde, auch die bei Facebook &amp; Co., teilnehmen können.</p>
<h3>Vielen Dank für eure Zeit!</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/was-macht-eigentlich-ein-digitales-bestattungshaus-die-mymoria-gruender-im-interview/">Das digitale Bestattungshaus Mymoria. Die Gründer im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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