Immer mit dem Anspruch, auch menschlich zu helfen – Birgit Aurelia Janetzky im Interview

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Birgit Aurelia Janetzky im Interview. (c) privat
Birgit Aurelia Janetzky im Interview. (c) privat

Birgit Aurelia Janetzky hat bereits 2010 ihr Unternehmen Semno für digitales Erbe gegründet. Sie ist damit nicht nur Expertin an der Schnittstelle von Mensch, Tod und Internet, sondern im deutschsprachigen Raum auch eine Pionierin unter den Dienstleistern zum digitalen Nachlass. Heute im Interview bei digital.danach:

 

Wie kamen Sie zur Bestatterbranche – und was genau machen Sie dort?

Vor 16 Jahren suchte ich eine Alternative zu meiner Arbeit als Bildungsreferentin in einem kirchlichen Verband. Ich habe mich dann als Trauerrednerin selbständig gemacht, schnell kamen andere Feiern zu Lebenswenden und Fortbildungen für Friedhofsmitarbeiter und Seminare zu Ritualen und Trauer hinzu. Das meiste mache ich immer noch, auch wenn sich mein Schwerpunkt hin zu Online-Themen verschoben hat.

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“Wir richten uns an Menschen, die zum ersten Mal Verantwortung für andere tragen”: exmedio im Interview

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Christoph Huebner, Gründer und Geschäftsführer von exmedio, im Interview rund um Vorsorge, Verantwortung und bürokratische Hürden.

Wer ist exmedio – und was macht ihr mit digitalem Nachlass?
Freunde informieren, Verträge kündigen und Online-Accounts löschen – das sind im Wesentlichen die Leistungen von exmedio. Wir haben die Firma mit einem kleinen Team von Spezialisten im Sommer 2015 gegründet und sind Anfang September mit einer ersten Version online gegangen.

Daniela Friedrich, Christoph Huebner und Irene Hallof von exmedio
Daniela Friedrich, Christoph Huebner und Irene Hallof von exmedio

Woher kam die Idee zu exmedio und wie entstand ein Unternehmen daraus?
Der erste Schritt auf dem Weg zur Gründung zu exmedio war schon 2007 der Gedanke, eine Lösung zu entwickeln, die Freunde informiert, wenn einem etwas passiert. In einer zunehmend mobilen Gesellschaft mit weltweiten Netzwerken spricht sich das nämlich nicht mehr so schnell zu den richtigen Leuten herum wie früher im Dorf. Die weiteren Leistungen, wie den Hinterbliebenen die Bürokratie abzunehmen, kamen dann bei der weiteren Konzeption quasi zwangsläufig dazu.

Dazu habe ich mir die Leute gesucht, die ich für das perfekte Team gebraucht habe: Eine Juristin und Spezialisten für hochsichere Webanwendungen.

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„Bestatter, Internet-Nutzer und Hinterbliebene sensibilisieren“: Pacem Digital-Gründer Marko Kunig im Interview

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Marko Kunig
Marko Kunig (c) privat

Marko Kunig, 34, gründet gerade sein Datenlöschungs-Startup “Pacem Digital”. Wir haben ihn im Münchner Tap House getroffen und uns alles über das neue Unternehmen im Bereich digitaler Nachlassverwaltung erzählen lassen.

d.d: Hallo Herr Kunig! Zunächst: Was ist „Pacem Digital“ und welches Problem löst Ihr Service?

M.K.: „Pacem Digital“ ist ein Angebot zur Nachlassvorsorge und -verwaltung im Internet, wir kümmern uns also um das, was man „digitalen Nachlass“ nennt.

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„Kunden, Bestatter, aber auch Internetunternehmen müssen sich kümmern!“ – Kai Lociks im Interview

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Kai Lociks, der erste Vorsitzende des Verbands unabhängiger Bestatter, im Interview rund um das Thema digitale Vor- und Nachsorge.

Kai Lociks
Kai Lociks

Kurz zu Ihnen: Wer sind Sie und was machen Sie mit digitalem Nachlass?

Guten Tag, vielen Dank für die Anfrage. Ich freu mich, Ihnen Rede und Antwort stehen zu dürfen. Mein Name ist Kai Lociks (40), ich bin Inhaber eines Bestattungshauses mit 10 Mitarbeitern, das sich seit 1896 in Familienbesitz befindet. Ich bin auch 1. Vorsitzender des Verbandes unabhängiger Bestatter, ein deutschlandweit tätiger Berufsverband für selbstständige und angestellte Bestatter.

Derzeit ist es noch sehr schwer, die Angehörigen für digitalen Nachlass zu sensibilisieren und häufig wird die Notwendigkeit nicht erkannt. Ich halte es jedoch auch für verkehrt, die Angehörigen kurz nach einem schweren Verlust auf einen Facebook- oder Ebay-Account aufmerksam zu machen. Das hat meiner Meinung nach nicht oberste Priorität.

95% unserer Sterbefälle sind älter als 75. Der digitale Nachlass ist in dieser Altersklasse noch sehr übersichtlich, in den nächsten 5 bis 10 Jahren wird sich das aber komplett ändern und eine Regelung wird zur dringenden Notwendigkeit.

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Dienstleister sind wichtig – aber jeder muss auch selbst für seine Daten vorsorgen! Peter Wilhelm (Bestatterweblog) im Interview

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Seit 2004 bloggt Peter Wilhelm (Wikipedia) unter Bestatterweblog über die Bestatterbranche. Damit ist er das Urgestein der deutschen Bestatter-Blogosphäre. Grund genug, ihn hier zum Thema digitaler Nachlass zu Wort kommen zu lassen!

Hallo Herr Wilhelm! Zunächst eine kurze Frage zu Ihnen: Wie kam es zum Bestatterweblog – und was motiviert Sie, immer weiter zu bloggen?

Foto von Peter Wilhelm
Peter Wilhelm. (c) privat

Als Bestatter steht man immer recht schnell im Fokus des Interesses, wenn die Leute erfahren, was man beruflich macht. Kaum hat man das gesagt, kommen die Menschen mit Fragen, die sie sonst nirgendwo stellen können.

Da ich seit Jahrzehnten als Autor und Journalist arbeite, fand ich es eine logische Konsequenz, einen offenen Blog über das Thema zu schreiben. Mein Credo: Wenn man über etwas Bescheid weiß, muss man keine große Angst mehr davor haben.

Gerade in der Bestatterbranche findet vieles hinter den Kulissen und im Verborgenen statt. Das hat auch seine guten Gründe. Aber genau vor diesem Geheimnisvollen haben die Menschen Angst und aus diesem Nichtwissen erwachsen auch Gerüchte und Fehlinformationen. Klärt man aber im Vorfeld über alles auf, werden diese Ängste, Gerüchte und urbanen Legenden abgebaut.

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