Die digitale Welt auf der LEBEN UND TOD – das erste Trauerbloggertreffen

Die LEBEN UND TOD gehört als Fach- und Publikumsmesse zu den Themen Lebensende, Trauer, Tod inzwischen zu den wichtigen Veranstaltungen in Deutschland. 2017 fand sie bereits zum achten Mal statt und brachte in Bremen für zwei Tage ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter im Hospizwesen, Trauerbegleiter, Bestatter und anderes Fachpublikum sowie die interessierte Öffentlichkeit zusammen. Zum ersten Mal fand in ihrem Rahmen ein Bloggertreffen statt. Wir haben die Projektleiterin Meike Wengler dazu interviewt.

Foto: Meike Wengler
Foto: Meike Wengler. Quelle: Messe Bremen, (c) Jan Rathke

Frau Wengler, wie kam es zu der Idee, auf der LEBEN UND TOD ein Bloggertreffen zu veranstalten?

Unsere Philosophie ist es, ein Treffpunkt und ein Forum für all diejenigen zu sein, die sich mit den Themen am Ende des Lebens befassen. Schon länger haben wir beobachtet, dass Blogs insbesondere zum Thema Trauer immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das spannende an Blogs ist meiner Meinung nach, dass hier ganz unterschiedliche Menschen dahinterstecken – Privatpersonen, ausgebildete Trauerbegleiter oder Menschen, die das Thema für sich als wichtig erachten. Diese verschiedenen Menschen wollten wir gerne auch zur LEBEN UND TOD einladen und so eine weitere Form der Begegnung schaffen.

Wie war für Sie das erste Bloggertreffen auf der Leben und Tod? Waren Sie zufrieden?

Das Blogger-Treffen habe ich als sehr spannend und gelungen empfunden. Die Teilnehmenden reichten von Privatpersonen, die aus ihrer persönlichen Betroffenheit heraus einen Blog haben, über den Betreiber eines digitalen Trauerportals bis hin zu dem Chefredakteur einer Tageszeitung, der nebenberuflich ausgebildeter Trauerbegleiter mit einem Blog ist. Alle kannten sich noch nicht und haben sich über die Möglichkeit gefreut, sich untereinander auszutauschen. Alle wollten im Nachgang in Verbindung bleiben. Wir konnten Barbara Rolf und David Roth als Interviewpartner gewinnen und es waren angeregte Gespräche. Auch die Vorträge und die Ausstellung haben allen sehr gefallen.

Gibt es eine Fortsetzung im nächsten Jahr?

Die Teilnehmenden aus diesem Jahr haben mir alle zurückgemeldet, dass Sie eine Wiederholung wünschen. Viele Blogger, die ich im Vorfeld angeschrieben hatte und die aus terminlichen Gründen nicht dabei sein konnten, haben sich den Termin ebenfalls schon notiert. Also ja: Es gibt eine Fortsetzung im kommenden Jahr! Vielleicht verbinden wir das dann mit einem Workshop – da wollen wir nach dem Sommer in die Planungen gehen. Vielleicht wird ja die LEBEN UND TOD zu einem neuen Treffpunkt – das würde mich sehr freuen.

Trauer-Blogs nähern sich den Themen Tod und Trauer mit digitalen Mitteln. Spielen auf der LEBEN UND TOD noch weitere digitale Themen eine Rolle?

Ein sicherlich sehr wichtiges Thema ist der digitale Nachlass aber auch digitale Grabsteine (QR-Codes) werden auf der LEBEN UND TOD thematisiert. Insgesamt ist beim Thema „Digitale Mittel“ aber noch viel Luft nach oben. Umso mehr freue ich mich über die neu gewonnenen Kontakte aus diesem Jahr und die Möglichkeit, sich hier auch gemeinsam dem Thema Digitalisierung zu nähern.

Vielen Dank, Frau Wengler!

 

Beitragsbild: Eröffnungsveranstaltung Leben und Tod 2017. Quelle: „MESSE BREMEN“, (c) Jan Rathke

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