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	<title>Debatte Archive - digital.danach</title>
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	<description>Das unabhängige Infoportal: Digitaler Nachlass &#124; Online-Trauer &#124; Gedenken im Netz</description>
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	<title>Debatte Archive - digital.danach</title>
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	<item>
		<title>Google ändert Richtlinien zur Konto-Inaktivität</title>
		<link>https://digital-danach.de/google-aendert-richtlinien-zur-konto-inaktivitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 09:15:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
		<category><![CDATA[google inaktivitätsmanager]]></category>
		<category><![CDATA[Inaktivität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende Juli haben viele Nutzende von Google-Diensten (unabhängig davon, ob sie den Inaktivität-Manager nutzen) eine Mail zur Richtlinienaktualisierung erhalten. Unter Verweis auf den &#8222;bestmöglichen Schutz&#8220; der User-Daten kündigt Google an: ... <a title="Google ändert Richtlinien zur Konto-Inaktivität" class="read-more" href="https://digital-danach.de/google-aendert-richtlinien-zur-konto-inaktivitaet/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Juli haben viele Nutzende von Google-Diensten (unabhängig davon, ob sie den <a href="https://digital-danach.de/vorsorgen-bei-google-der-kontoinaktivitaets-manager/">Inaktivität-Manager</a> nutzen) eine Mail zur Richtlinienaktualisierung erhalten. Unter Verweis auf den &#8222;bestmöglichen Schutz&#8220; der User-Daten kündigt Google an: &#8222;Daher stellen wir den Inaktivitätszeitraum für ein Google-Konto bei allen unseren Produkten und Diensten auf zwei Jahre um.&#8220; Im Google-Blog gibt es einen <a href="https://blog.google/technology/safety-security/updating-our-inactive-account-policies/">ausführlichen, leider nur auf Englisch verfügbaren Post</a> aus dem Mai dazu. Kurzfassung: Google <strong>kann</strong> einen Account, der zwei Jahre nicht genutzt wurde, stilllegen. Es ist allerdings nicht ersichtlich, ob und in welchen Fällen Google dies tatsächlich tun wird &#8211; sodass der Verweis auf den Datenschutz eher als Feigenbaltt wirkt und man sich keinesfalls darauf verlassen sollte, dass der eigene Account auch zuverlässig gelöscht werden wird.</p>
<p>Das heißt für Hinterbliebene, die keinen Zugriff auf die Google-Dienste einer oder eines Verstorbenen mehr haben, dass ihnen nur ein begrenzter Zeitraum bleibt, um sich Zugang zu verschaffen und/oder Google zu kontaktieren. Für Vorsorgende heißt es, dass es umso wichtiger ist, den Inaktivität-Manager zu nutzen. Ein wichtiges Detail: Offenbar ist eine erneute Registrierung derselben Gmail-Adresse nicht möglich, was ein gutes Zeichen für die Verhinderung von Betrugsversuchen ist.</p>
<h2>Weitere Auswirkungen</h2>
<p>Hier die Auswirkungen im Wortlaut der Mail:</p>
<p><strong>Was dies für Sie bedeutet:</strong></p>
<ul>
<li>Sie sind von diesen Änderungen <strong>nur dann</strong> betroffen, wenn Sie seit mindestens zwei Jahren nicht mehr in Ihrem Google-Konto aktiv gewesen sind oder es seit mehr als zwei Jahren nicht mehr zur Anmeldung in einem Google-Dienst verwendet haben.</li>
<li>Die Änderungen treten zwar heute in Kraft, aber wir löschen Konten frühestens im <strong>Dezember 2023</strong>.</li>
<li>Falls Ihr Konto als inaktiv angesehen wird, senden wir sowohl an diese E-Mail-Adresse als auch an Ihre E-Mail-Adresse zur Kontowiederherstellung (sofern vorhanden) mehrere Erinnerungs-E-Mails, bevor wir Maßnahmen ergreifen oder Kontoinhalte löschen. Diese Erinnerungs-E-Mails werden mindestens acht Monate vorab gesendet.</li>
<li>Nachdem ein Google-Konto gelöscht wurde, kann die Gmail-Adresse des gelöschten Kontos nicht mehr zum Erstellen eines neuen Google-Kontos verwendet werden.</li>
</ul>
<p><strong>So sorgen Sie dafür, dass Ihr Konto aktiv bleibt</strong></p>
<p>Die einfachste Methode ist, sich mindestens einmal alle zwei Jahre in Ihrem Google-Konto anzumelden. Wenn Sie das innerhalb der letzten zwei Jahre getan haben, wird Ihr Konto als aktiv angesehen und nicht gelöscht.</p>
<p>Ihr Konto bleibt auch aktiv, wenn Sie:</p>
<ul>
<li>Eine E-Mail lesen oder senden</li>
<li>Google Drive verwenden</li>
<li>Ein YouTube-Video ansehen</li>
<li>Ein Foto teilen</li>
<li>Eine App herunterladen</li>
<li>Die Google Suche verwenden</li>
<li>„Über Google anmelden“ verwenden, um sich in der App oder dem Dienst eines Drittanbieters anzumelden</li>
</ul>
<p>Es gibt einige Ausnahmen von dieser Richtlinie, z. B. ein Google-Konto mit YouTube-Kanälen, -Videos oder -Kommentaren, ein Konto mit einer Geschenkkarte mit Geldwert oder ein Konto mit einer veröffentlichten App, wie z. B. ein Konto, das eine App im Google Play Store hostet.</p>
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		<title>Neue Studie: Thanatosensitivität im (User Interface-) Design</title>
		<link>https://digital-danach.de/neue-studie-thanatosensitivitaet-im-user-interface-design/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2022 09:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Malmö]]></category>
		<category><![CDATA[Miriam Pyttel]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[Thanatosensitivity]]></category>
		<category><![CDATA[UI]]></category>
		<category><![CDATA[User Interface]]></category>
		<category><![CDATA[UX]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="379" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="thanatosensitivity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" fetchpriority="high" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1-300x100.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1-240x80.jpg 240w" sizes="(max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>&#8222;Thanatosensitiv&#8220; (Wikipedia) bedeutet nichts anderes, als das Ende mitzudenken: also beim Design von Systemen bereits darauf zu achten, was mit den Daten und Informationen von Nutzenden passiert, wenn diese sterben. ... <a title="Neue Studie: Thanatosensitivität im (User Interface-) Design" class="read-more" href="https://digital-danach.de/neue-studie-thanatosensitivitaet-im-user-interface-design/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="379" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="thanatosensitivity" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1-300x100.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-2-1-240x80.jpg 240w" sizes="(max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>&#8222;Thanatosensitiv&#8220; (<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Thanatosensitivity" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a>) bedeutet nichts anderes, als das Ende mitzudenken: also beim Design von Systemen bereits darauf zu achten, was mit den Daten und Informationen von Nutzenden passiert, wenn diese sterben. (Ich würde auch noch ergänzen: Was passiert, wenn die Betreibenden sterben oder der Dienst selbst untergeht.) Man könnte es vielleicht mit &#8222;Endlichkeits-Sensibilität&#8220; halb eindeutschen.</p>
<p>Die Interaktionsdesignerin Miriam Pyttel (<a href="https://www.linkedin.com/in/miriam-pyttel-1193b4205/" target="_blank" rel="noopener">LinkedIn</a>) hat sich das Thema in Bezug auf GitHub und das Free Music Archive angeguckt: Wie handhaben die Plattformen, aber auch Userinnen und User das Thema Sterblichkeit? Unterstützt die Plattform bei Vor- und Nachsorge? Was wünschen sich Content Creators für ihren Nachlass?</p>
<p>Aus dem Abstract:</p>
<blockquote><p>In my research, I explore challenges and opportunities for thanatosensitive design in the context of digital commons communities by examining two design cases as samples of that area: GitHub and the Free Music Archive. Through a process inspired by programmatic design research, I followed a mixed method approach including literature reviews, interviews, workshop sessions, and iterative design synthesis. The outcome is a guidebook consisting of annotated portfolios with design exemplars for each design case, accessible to different stakeholders for further collaboration.</p></blockquote>
<p>Die Studie gibt es ohne Login, Paywall etc. bei DIVA: <a href="https://www.diva-portal.org/smash/record.jsf?pid=diva2:1673942" target="_blank" rel="noopener">Open Legacies: Exploring Thanatosensitivity in the Context of Creators’ Digital Commons Contributions</a></p>
<p>Von derselben Autorin stammt eine weitere Arbeit über die Einstellung junger Erwachsener zu ihrem digitalen Erbe: <a href="https://www.diva-portal.org/smash/record.jsf?pid=diva2:1595379">Mind the Deadline: Exploring Young Adults’ Reflections on Life and Mortality in Relation to Digital Legacy</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Studie veröffentlicht: &#8222;Der digitale Nachlass – Eine Untersuchung aus rechtlicher und technischer Sicht&#8220;</title>
		<link>https://digital-danach.de/studie-veroeffentlicht-der-digitale-nachlass/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2020 17:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Praxistipps]]></category>
		<category><![CDATA[Urteile & Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[bmjv]]></category>
		<category><![CDATA[fraunhofer]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[uni bremen]]></category>
		<category><![CDATA[uni regensburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie im November angekündigt, arbeiteten das Fraunhofer Institut, die Universitäten Regensburg und Bremen sowie das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz an einer Studie zum digitalen Nachlass. Mitte Januar wurden ... <a title="Studie veröffentlicht: &#8222;Der digitale Nachlass – Eine Untersuchung aus rechtlicher und technischer Sicht&#8220;" class="read-more" href="https://digital-danach.de/studie-veroeffentlicht-der-digitale-nachlass/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/studie-veroeffentlicht-der-digitale-nachlass/">Studie veröffentlicht: &#8222;Der digitale Nachlass – Eine Untersuchung aus rechtlicher und technischer Sicht&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="https://digital-danach.de/forschungsprojekt-digitales-erbe-uni-bremen-uni-regensburg-und-fraunhofer-institut-kooperieren/">im November angekündigt</a>, arbeiteten das Fraunhofer Institut, die Universitäten Regensburg und Bremen sowie das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz an einer Studie zum digitalen Nachlass. Mitte Januar wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Herausgekommen ist ein 380 Seiten langes Dokument mit Problemstellungen und diversen Tipps und Hinweisen auf rechtliche und technische Lösungen.</p>
<p>Hilfreich sind die Formulierungsbeispiele für Testament, Vollmacht und Verfügung sowie der Überblick über Passwortmanager. Der Überblick zu Vorsorgediensten und anderen technischen Lösungen dagegen hinkt der Zeit hinterher. Deutsche Unternehmen sind – abgesehen vom Nachsorgedienst Columba – gar nicht vertreten, da ist unser Überblick im <a href="https://digital-danach.de/dienstleister-fuer-den-digitalen-nachlass/">Dienstleisterverzeichnis</a> aktueller. Auch die <a href="https://digital-danach.de/bitkom-studie-mehr-menschen-kuemmern-sich-um-ihren-digitalen-nachlass/">Bitkom-Studien</a> finden nicht einmal Erwähnung.</p>
<p>Und während zwei WordPress-Plugins gelistet werden, die gesperrt oder seit einigen Major Releases nicht mehr aktualisiert wurden, fehlt <a href="https://digital-danach.de/vorsorge-im-eigenbau-emergencywp-hilft-bei-der-planung/">EmergencyWP</a>. Auch gibt es keine Hinweise auf Konferenzen wie die digina. Das zeigt aber vermutlich vor allem eins: Das Feld ist ziemlich weit und Vollständigkeit gar nicht erreichbar. Die Initiative der beteiligten Institute und Universitäten ist jedenfalls sehr begrüßenswert!</p>
<h2>Download und Pressemitteilung</h2>
<p>Die Studie (PDF, 4 MB, Direktlink) kann hier heruntergeladen werden: Website des <a href="https://web.archive.org/web/20211028122524/https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Fachinformationen/2019-12-Studie-digitaler-Nachlass.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BMJV</a></p>
<p>Pressemitteilung des Bundesministeriums vom 15.1.2020:</p>
<p>Als „Digitaler Nachlass“ werden die unterschiedlichen Rechtspositionen der oder des Verstorbenen im Internet bezeichnet. Die heute hierzu vorgestellte umfassende Studie wurde vom Fraunhofer Institut SIT und den Universitäten Regensburg und Bremen erstellt und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.</p>
<p>In der Studie wird zunächst geklärt, was überhaupt zum digitalen Nachlass zählt. Anschließend werden die sich im Zusammenhang mit dem digitalen Nachlass ergebenden Fragen des Verbraucherrechts, des Erbrechts, des Datenschutzrechts und des Urheberrechts allgemeinverständlich aufbereitet. Geprüft wurde außerdem, wo Anbieter digitaler Dienstleistungen derzeit Verbraucher und deren Erben benachteiligen.</p>
<p>Die Studie enthält konkrete Empfehlungen für Online-Dienste zu den Einstellungsmöglichkeiten und für Verbraucherinnen und Verbraucher, wie sie Vorsorge treffen können, damit nach ihrem Tod ihr digitaler Nachlass unkompliziert in die richtigen Hände kommt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/studie-veroeffentlicht-der-digitale-nachlass/">Studie veröffentlicht: &#8222;Der digitale Nachlass – Eine Untersuchung aus rechtlicher und technischer Sicht&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>Vorsorge im Eigenbau: EmergencyWP hilft bei der Planung</title>
		<link>https://digital-danach.de/vorsorge-im-eigenbau-emergencywp-hilft-bei-der-planung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 06:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="635" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="EmergencyWP Screenshot Website" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers-300x168.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers-240x134.jpg 240w" sizes="(max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Albert Brückmann hat seine Lösung Meminto weiterentwickelt und legt zum Jahresende seine neue &#8222;EmergencyWP&#8220; (Website) vor. Das WordPress-Plugin hilft, seinen digitalen Nachlass zu planen und nach dem Tod Nachrichten an ... <a title="Vorsorge im Eigenbau: EmergencyWP hilft bei der Planung" class="read-more" href="https://digital-danach.de/vorsorge-im-eigenbau-emergencywp-hilft-bei-der-planung/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="635" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="EmergencyWP Screenshot Website" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers-300x168.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Screenshot_2019-11-13-EmergencyWP-Dead-man-switch-future-messages-processes-for-freelancers-240x134.jpg 240w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Albert Brückmann hat seine Lösung <a href="https://digital-danach.de/albert-brueckmann-meminto-interview/">Meminto</a> weiterentwickelt und legt zum Jahresende seine neue &#8222;EmergencyWP&#8220; (<a href="https://emergencywp.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a>) vor. Das WordPress-Plugin hilft, seinen digitalen Nachlass zu planen und nach dem Tod Nachrichten an Hinterbliebene zu verschicken. Wir haben uns das Tool angesehen und Albert Brückmann interviewt.</em></p>
<h3>Was ist EmergencyWP und wie funktioniert es?</h3>
<p>EmergencyWP ist ein Plugin für das beliebte Blog-System WordPress. Mit bald 35% Marktanteil aller Websites weltweit ist WordPress mehr als &#8222;nur&#8220; ein Blog und Website-Baukasten. Es wird mittlerweile immer häufiger als Framework für andere Applikationen genutzt. So auch EmergencyWP. Es kann sehr einfach installiert und eingerichtet werden, dazu muss man kein Website-Entwickler sein.</p>
<figure id="attachment_3579" aria-describedby="caption-attachment-3579" style="width: 493px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3579 " src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Dashboard.png?x88043" alt="EmergencyWP Dashboard Page" width="503" height="236" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Dashboard.png 1720w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Dashboard-300x141.png 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Dashboard-1200x563.png 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Dashboard-240x113.png 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Dashboard-1536x721.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 503px) 100vw, 503px" /><figcaption id="caption-attachment-3579" class="wp-caption-text">Das Dashboard zeigt, in welchem Zustand sich das System gerade befindet und wann die nächsten Aktionen ausgelöst werden</figcaption></figure>
<h3>An wen richtet sich die Software?</h3>
<p>Stand jetzt: An WordPress Freelancer und andere, die mit WordPress umgehen können. Wie gesagt, die Lernkurve ist nicht besonders hoch und der Einstieg relativ einfach. Das System ist derzeit aber nur in englischer Sprache verfügbar, kann aber beliebig übersetzt werden. Dafür werden derzeit auch noch Helfer gesucht.</p>
<h3>Wieso haben gerade Selbstständige und Freiberufler ein besonderes Bedürfnis, aber auch eine besondere Verantwortung, vorzusorgen?</h3>
<p>Ich gehe von mir aus: Als Agentur-Inhaber betreue ich derzeit über 350 Kunden. Viele von ihnen haben wenig Lust und noch weniger Zeit, sich mit Zugangsdaten, Server-Infos und anderen technischen Dingen die Zeit zu vertreiben. Deshalb geben sie dies vertrauensvoll in (z.B. meine) Hände ab. Dabei bedenken sie nicht, wie es für ihre Seiten und Mails weitergeht, sollte mir etwas zustoßen.</p>
<p>Man könnte dies natürlich für naiv halten. Sagen wir aber lieber, dass das Tabu-Thema &#8222;Tod&#8220; einfach von jedem ungern angefasst wird. Das bedeutet: Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was mit dem digitalen Nachlass eigentlich geschieht. Sowohl mit dem eigenen als auch mit dem, den man für andere Kunden betreut. Als Freiberufler und Selbstständiger hat man diese Verantwortung aber. Mit EmergencyWP kann man dieser Verantwortung sehr gut nachkommen und für den Fall der Fälle seinen Kunden, seinen Eltern, den eigenen Kindern oder dem Ehepartner helfen, trotz des eigenen Ausfalls jederzeit nahtlos weiterzumachen. Denn: The show must go on.</p>
<h3>Wieso hast du dich für WordPress als Plattform entschieden?</h3>
<p>Manche Entwickler halten WordPress für nicht besonders sicher und bemängeln den Code, mit dem es geschrieben ist. Einwände gibt es immer &#8211; zu jeder Software. Aus meiner Sicht ist es jedoch ein weit verbreitetes System, das sich über viele Jahre nicht nur bewährt hat, sondern auch eine weltweite Community hinter sich hat, die es regelmäßig weiter entwickelt. Auch dem Aspekt der Sicherheit kann man mit entsprechenden Plugins abhelfen.</p>
<p>Ich habe mich aber auch für WordPress entschieden, weil es sehr einfach zu installieren ist (viele Hoster bieten eine 3-Klick-Installation an und können bei Fehlern direkt helfen) und modular erweitert werden kann. Mit EmergencyWP kann man sich also ein kleines, autarkes System selbst aufsetzen, es beim Hoster seines Vertrauens oder sogar auf einer eigenen NAS speichern und Informationen, die man weitergeben möchte, dort hinterlegen. Natürlich sollte man darauf achten, wer sonst noch Zugriff auf das System hat und dass man es selbst regelmäßig updated, wie bei jeder anderen Software auch.</p>
<h3>Was unterscheidet EmergencyWP von anderen Vorsorge-Diensten?</h3>
<p>Mit EmergencyWP ist der Totmannschalter (&#8222;Dead Man&#8217;s Switch&#8220;), den wir schon bei Meminto hatten, ins Plugin integriert. D.h. es gibt einen Prozess, der teilautomatisch erkennen kann, ob ein Benutzer verstorben ist. Im Grunde braucht es dazu keine weiteren Teilnehmer am System; man kann aber bis zu drei Vertrauenspersonen hinterlegen, die den sogenannten Lifecheck absichern und um ein Feedback gebeten werden, wenn die Liefechecks vom Benutzer ausbleiben.</p>
<p>EmergencyWP ist für den Benutzer selbst gedacht. Man meldet sich nirgends an und gibt seine Daten nicht irgendeinem Anbieter in die Hände &#8211; mit Ausnahme des Hosters (umso größer der ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass jemand aktiv auf eine einzelne WordPress Installation schaut und deren Datenbank untersucht – aber auszuschließen ist dies natürlich nicht).</p>
<p>Weiterhin kann EmergencyWP sehr frei bedient werden. Man ist nicht an irgendwelche Prozesse gebunden oder kann nur bestimmte Dinge machen, sondern kann wirklich hinterlegen, was man möchte.</p>
<figure id="attachment_3578" aria-describedby="caption-attachment-3578" style="width: 419px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3578 " src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Settings.png?x88043" alt="EmergencyWP Settings Page" width="429" height="314" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Settings.png 1193w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Settings-300x220.png 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Settings-219x160.png 219w" sizes="auto, (max-width: 429px) 100vw, 429px" /><figcaption id="caption-attachment-3578" class="wp-caption-text">Über das WordPress-Dashboard lassen sich allerlei Einstellungen vornehmen: Frequenz des &#8222;Life Check&#8220;, Persönliche Daten, die bevorzugte &#8222;Dankes&#8220;-Seite für Vertrauenspersonen und Kontakte.</figcaption></figure>
<p>Durch ein Add-On für Zapier kann EmergencyWP an über 1500 Schnittstellen angeschlossen werden. Das ist gewaltig, denn nun können Prozess bis hin zur Steuerung anderer Geräte und Apps automatisiert nach dem Tod ablaufen. Die Möglichkeiten hier sind wirklich immens.</p>
<h3>Das heißt, mit dem Plugin kann man – ein paar technische Kenntnisse vorausgesetzt – für einen sehr langen Zeitraum vorsorgen?</h3>
<p>Im Gegensatz zu anderen Vorsorge-Diensten muss sich kein Nutzer mehr fragen, ob es die &#8222;Dienstleistung&#8220; in zehn Jahren noch gibt. Da wir mit WordPress auf ein starkes Basis-System gebaut haben, ist die einzige Frage nur noch: Habe ich meinen Hoster lange genug im Voraus bezahlt? Hier genügt aber ein Jahresvertrag meistens schon, es sei denn, man möchte mit EmergencyWP Informationen erst weit in der Zukunft versenden &#8211; auch das ist möglich und unterscheidet sich zu anderen Systemen.</p>
<p>Informationen und Prozesse müssen nicht direkt &#8222;raus&#8220;: Nachrichten lassen sich zeitlich auf einen bestimmten Termin planen, z.B. den Hochzeitstag oder den 18. Geburtstag des Kindes, falls man diesen nicht mehr erleben sollte.<br />
Im Allgemeinen ist zu sagen: EmergencyWP wurde mehr aus einer emotionalen Richtung als aus einer rechtlichen angegangen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass es auch professionell benutzt werden kann. Womöglich sind dazu noch einige Anpassungen nötig.</p>
<h3>Wieso ist eine selbst gehostete Lösung überlegen?</h3>
<p>Einige Gründe gehen oben bereits hervor, ich mache jedoch noch ein weiteres Beispiel &#8211; jetzt wird&#8217;s kurz technisch: Ich selbst habe eine NAS mit einer verschlüsselten Festplatte, auf der auch WordPress läuft. Ich kann hierauf EmergencyWP installieren und muss ab diesem Zeitpunkt nur dafür sorgen, dass diese immer am Strom hängt oder durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) geschützt ist.</p>
<p>Ich könnte noch weiter gehen und einen Raspberry Pi mit einem Webserver ausstatten, WordPress installieren und das ganze direkt an meinen Router hängen. Wenn dort nun EmergencyWP läuft, habe ich ein Vorsorge-System bei mir zuhause, das ich über den Browser steuern kann. Das alles hat ein Ziel: Herr über die eigenen Daten zu bleiben, soweit es geht.</p>
<h3>Was hast du mit EmergencyWP noch vor?</h3>
<p>Im Moment bereite ich den Release und das Marketing vor, bevor es an weitere Features geht. Mir ist bewusst, dass das Thema digitaler Nachlass und Todes-Vorsorge ein Nischen- und gleichzeitig Tabu-Thema ist. Dass ein Markteintritt damit sehr schwer wird, habe ich auf dem Schirm. Ich weiß auch, dass ich durch den Einsatz von WordPress als benötigtes &#8222;Betriebssystem&#8220; den Benutzerkreis weiter eingrenze. Deswegen soll es für alle, die gerne den Zugang zu EmergencyWP hätten, aber sich nicht um das Hosting kümmern können oder wollen, eine Version geben, um die wir uns kümmern.</p>
<figure id="attachment_3580" aria-describedby="caption-attachment-3580" style="width: 409px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3580" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Messages.png?x88043" alt="EmergencyWP Messages Page" width="419" height="221" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Messages.png 853w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Messages-300x158.png 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/EmergencyWP_Messages-240x127.png 240w" sizes="auto, (max-width: 419px) 100vw, 419px" /><figcaption id="caption-attachment-3580" class="wp-caption-text">Die &#8222;Messages&#8220;-Seite erlaubt, individuelle Nachrichten an verschiedene Kontakte zu hinterlegen. Im Todesfall werden diese dann versandt.</figcaption></figure>
<p>Das heißt, es wird ein sogenanntes WordPress-as-a-Service (WaaS) geben, das monatlich, jährlich oder länger gebucht werden kann. Das hatten wir damals mit der Beta von Meminto so gemacht und 430 Beta User damit bedient. Die Offenheit ist also da, die Nachfrage auch, wenn auch nur klein, zumindest deutschlandweit gesehen.</p>
<p>Weiterhin wird es bald aber noch die Möglichkeit geben, dass EmergencyWP sich um die Vermittlung von digitalen Wertgegenständen kümmern. Das heißt: Wenn ich als Freelancer mir über die Jahre wertvolle Accounts mit digitalen Gütern gefüllt habe (in meinem Fall sind es dutzende Plugins, Templates und Software Lizenzen), kann ich diesen gegen ein Entgelt an einen befreundeten Freelancer abgeben. Das &#8222;Entgelt&#8220; erhalten meine Hinterbliebenen oder eine Organisation meiner Wahl, den Zugang anschließend der Freelancer. Als Vermittler kann EmergencyWP hier helfen, eine weitere Nische zu bedienen.</p>
<p>Natürlich wollen wir zuerst aber das System, das nun 3 Jahre lang in der Beta Phase war, weiter stärken und dafür sorgen, einen zufriedenen, langlebigen Kundenstamm aufzubauen.</p>
<h3>Warum sollten sich unsere Leser gerade jetzt eine Lizenz holen?</h3>
<p>Während der Release-Phase bieten wir Lifetime-Lizenzen für das Plugin EmergencyWP an, und zwar zu Preisen, die es sonst nie wieder geben wird. Um dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, müssen Interessierte jedoch eine Umfrage mit 7 Fragen beantworten, die uns helfen, das Produkt besser zu machen. Wer keine Lifetime Lizenz möchte, erhält als Dankeschön EmergencyWP in der Grundversion ein Jahr lang gratis und kann es jederzeit über Add-Ons erweitern. Das ist das aktuelle Angebot, bei dem man nicht lange zögern sollte!</p>
<p>In der <a href="https://share.emergencywp.net/facebook-group" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EmergencyWP facebook Community</a> kann sich auch jeder einschalten, mitlesen und aktiv mithelfen, das Plugin zu verbessern. Und zur Umfrage und dem damit verbundenen Angebot geht es <a href="https://share.emergencywp.net/survey-invitation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<h3>Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für Projekt und Produkt!</h3>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/vorsorge-im-eigenbau-emergencywp-hilft-bei-der-planung/">Vorsorge im Eigenbau: EmergencyWP hilft bei der Planung</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<title>Forschungsprojekt &#8222;Digitales Erbe&#8220;: Uni Bremen, Uni Regensburg und Fraunhofer Institut kooperieren</title>
		<link>https://digital-danach.de/forschungsprojekt-digitales-erbe-uni-bremen-uni-regensburg-und-fraunhofer-institut-kooperieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2019 08:29:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[forschungsprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[studie]]></category>
		<category><![CDATA[uni bremen]]></category>
		<category><![CDATA[uni regensburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Digitaler Nachlass ist ein Schnittstellenthema, das viele Lebens- und Forschungsbereiche berührt. Dem trägt das Forschungsprojekt &#8222;Digitales Erbe&#8220; Rechnung: Hier ist neben dem Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht (IGMR) des ... <a title="Forschungsprojekt &#8222;Digitales Erbe&#8220;: Uni Bremen, Uni Regensburg und Fraunhofer Institut kooperieren" class="read-more" href="https://digital-danach.de/forschungsprojekt-digitales-erbe-uni-bremen-uni-regensburg-und-fraunhofer-institut-kooperieren/">Weiterlesen ...</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitaler Nachlass ist ein Schnittstellenthema, das viele Lebens- und Forschungsbereiche berührt. Dem trägt das Forschungsprojekt &#8222;Digitales Erbe&#8220; Rechnung: Hier ist neben dem Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht (IGMR) des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Bremen und der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Regensburg auch das Fraunhofer-Institut für Sicherere Informationstechnologie (SIT). Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Ziel des Projekts ist eine Studie und – <a href="https://www.dw.com/de/wer-erbt-omas-bitcoins/a-51146997" target="_blank" rel="noopener noreferrer">laut dw.com</a> – eine Broschüre für Verbraucher. Die könnte dann so ähnlich aussehen wie die kürzlich aktualisierte <a href="https://www.ispa.at/wissenspool/broschueren/broschueren-detailseite/broschuere/detailansicht/digitaler-nachlass.html">Broschüre der österreichischen Internet-Provider</a> (ISPA).</p>
<div>
<div>
<h3>Was geschieht mit meinen Daten nach dem Tod?</h3>
</div>
<div>Ein Forschungsverbund unter Beteiligung der Universität Bremen erarbeitet eine umfassende Studie über den digitalen Nachlass. Ziel ist es, Empfehlungen für Erblasserinnen und Erblasser, für Erbberechtigte sowie die Gesetzgebung zu entwickeln.</div>
<p>Was passiert mit <span dir="ltr" lang="en">E-Mail-Account</span>, <span dir="ltr" lang="en">Faceboo</span>k-Profil oder <span dir="ltr" lang="en">Online-Bankin</span>g-Konto, wenn ihre Nutzerin oder ihr Nutzer nicht mehr da sind? Viele Menschen wissen nicht, dass oder wie sie ihr digitales Erbe regeln können. Um die Thematik des digitalen Nachlasses aus rechtswissenschaftlicher und technischer Sicht aufzubereiten, wurde jetzt ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen. „Ziel des Projekts ist es, Benachteiligungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern aufzudecken und Empfehlungen zu erarbeiten, wie die Vererbbarkeit von Daten unkompliziert ausgestaltet werden kann“, erklärt Professor Benedikt Buchner vom Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht (IGMR) des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Bremen. Beteiligt an der Studie sind außerdem die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Regensburg unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Sicherere Informationstechnologie (SIT).</p>
<h3>Erbfall tritt ein: was nun?</h3>
<p>Im Rahmen der Studie will das Forschungsteam Empfehlungen entwickeln, die Erblasserinnen und Erblassern helfen, ihre Daten zu vererben und entsprechende Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Dabei wird nicht nur die juristische Seite, sondern auch die der technischen Umsetzung eine Rolle spielen. So sollen technische Lösungen erarbeitet werden, mit denen die Erbinnen und Erben geerbte Daten identifizieren und anschließend verwalten können. Diese Hilfestellungen sollen auch für Vorsorgebevollmächtigte und gesetzliche Betreuungspersonen entwickelt werden, da diese häufig vor den gleichen Problemen stehen wie die Angehörigen. Zudem wird eine Informationsbroschüre mit Erklärungen und Tipps erstellt, die kompakt und anschaulich einen Überblick über das Thema bietet.</p>
<h3>Empfehlungen für Unternehmen und die Gesetzgebung</h3>
<p>Auch für die datenverarbeitenden Unternehmen ist es wichtig zu wissen, wer Erbin oder Erbe geworden ist, um diesen rechtmäßig Zugang zu den Daten des Erblassers zu verschaffen. Daher sollen auch Möglichkeiten entwickelt werden, wie kleine und mittelständische Unternehmen Erbberechtigte ausfindig machen können. Viele große Unternehmen verwenden Datennutzungsklauseln, die zwar rechtlich zulässig, gleichwohl aber für Verbraucherinnen und Verbraucher in vielerlei Hinsicht nachteilig sind. „Wir wollen daher auch untersuchen, ob es im Hinblick auf die starke wirtschaftliche Stellung einiger Anbieter einer rechtlichen Regulierung bezüglich des digitalen Nachlasses zu Gunsten der Verbraucherseite bedarf und wie diese aussehen könnte“, so Buchner. Als Beispiel nennt er den Kauf eines <span dir="ltr" lang="en">eBooks</span>, bei dem man häufig nur ein eingeschränktes Nutzungsrecht erwerbe, ohne dies zu wissen. Dieses Nutzungsrecht erlischt dann regelmäßig mit dem Tod der Person, weshalb das <span dir="ltr" lang="en">eBook</span> auch nicht vererbt werden kann, obwohl die betroffene Person möglichweise davon ausgegangen ist, weil sie auf den Button „kaufen“ geklickt hat.</p>
</div>
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		<title>Digitaler Nachlass in Nürnberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dennis Schmolk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2019 06:37:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[Anita Wojciechowski]]></category>
		<category><![CDATA[nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[sabine stoll]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir wohnen nun seit Ende 2017 (wieder) in Franken – und auch die hiesige Lokalpolitik ist nicht frei vom Thema digitaler Nachlass und wie man damit umgeht. Vor ziemlich genau ... <a title="Digitaler Nachlass in Nürnberg" class="read-more" href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-in-nuernberg/">Weiterlesen ...</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-in-nuernberg/">Digitaler Nachlass in Nürnberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wohnen nun seit Ende 2017 (wieder) in Franken – und auch die hiesige Lokalpolitik ist nicht frei vom Thema digitaler Nachlass und wie man damit umgeht.</p>
<p>Vor ziemlich genau einem Jahr berichtete Sabine Stoll in den <a href="http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/nurnberg-will-sich-um-internet-daten-der-toten-kummern-1.7190143" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nürnberger Nachrichten</a>: &#8222;Nürnberg will sich um Internet-Daten der Toten kümmern&#8220;. Die SPD-Stadträtin Anita Wojciechowski wurde hier zitiert und es hieß: &#8222;Im nicht-öffentlichen Teil der letzten Sitzung des Finanzausschusses gaben die Parteien grünes Licht für einen digitalen Nachlass-Service.&#8220;</p>
<p>Und nun berichtet die NN (Print-Ausgabe vom 21.3.2019, online bislang wohl nicht verfügbar):</p>
<blockquote><p><strong>Finger weg vom digitalen Erbe: Stadt will nicht haften</strong></p>
<p>[&#8230;] Der Grund: Es sei höchstrichterlich festgestellt worden (s. <i><a href="https://digital-danach.de/facebook-als-briefkasten-ein-kommentar-zum-bgh-urteil-im-facebook-streit/">BGH-Urteil</a>, Anm. DS</i>), dass virtuelle Hinterlassenschaften mit dem materiellen Erbe gleichgestellt würden [&#8230;] Soll heißen: Der digitale Nachlass geht [&#8230;] auf die Erben über. Wer eine Bestattung in Auftrag gibt, muss aber nicht gleichzeitig der Erbe sein und darf deshalb womöglich gar keinen Zugriff auf den digitalen Nachlass bekommen.</p></blockquote>
<p>Die <a href="https://www.nuernberg.de/internet/friedhofsverwaltung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nürnberger Friedhofsverwaltung</a> möchte sich nicht die &#8222;Tätigkeit eines Nachlassverwalters oder -gerichts&#8220; anmaßen und kann daher die Aufgabe nicht erfüllen, über den Verbleib und die Verwendung digitaler Daten zu entscheiden. Außerdem fürchtet man, sich irgendwo in ein Haftungs-Problem zu setzen – und verweist auf private Anbieter.</p>
<p>Prinzipiell klingt das nach einer sinnvollen Entscheidung. Zwar geht es bei digitalen Nachlass-Verwertungen viel um Abmeldungen und Kündigungen (was traditionell in den Bereich der Bestatter fällt). Die Gefahr, dass generische Lösungen zum Verschwinden wertvoller Daten führen, ist aber ziemlich groß.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-in-nuernberg/">Digitaler Nachlass in Nürnberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kurzstudie zum digitalen Nachlass der Verbraucherzentrale Niedersachsen</title>
		<link>https://digital-danach.de/kurzstudie-zum-digitalen-nachlass-der-verbraucherzentrale-niedersachsen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2018 16:21:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherzentrale]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verbraucherzentrale Niedersachsen veröffentlichte am 15. Oktober 2018 eine 36-seitige PDF-Broschüre mit dem Titel „Digitaler Nachlass: Umgang mit Benutzerkonto und Daten nach dem Tod. Was Verbraucher wissen müssen &#8211; Ergebnisse ... <a title="Kurzstudie zum digitalen Nachlass der Verbraucherzentrale Niedersachsen" class="read-more" href="https://digital-danach.de/kurzstudie-zum-digitalen-nachlass-der-verbraucherzentrale-niedersachsen/">Weiterlesen ...</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Verbraucherzentrale Niedersachsen veröffentlichte am 15. Oktober 2018 eine 36-seitige PDF-Broschüre mit dem Titel „Digitaler Nachlass: Umgang mit Benutzerkonto und Daten nach dem Tod. Was Verbraucher wissen müssen &#8211; Ergebnisse eines Praxistests“. Wir haben uns die Publikation genauer angeschaut.</em></p>
<p>Der Titel der Broschüre klingt vielversprechend und lässt auf ein Update der Verbraucherzentralen zum Thema digitaler Nachlass hoffen. Denn seit der themenspezifischen Kampagne #machtsgut der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) im Jahr 2014 ist viel passiert (siehe dazu auch die Artikel <a href="https://digital-danach.de/machtsgut/">#machtsgut – Das Portal der Verbraucherzentralen: ein Test</a> und <a href="https://digital-danach.de/machtsgut-interview-barbara-steinhoefel-verbraucherzentrale/">#machtsgut – ein Interview mit Barbara Steinhöfel</a>). Als aktueller Anlass für die Broschüre wird das <a href="https://digital-danach.de/facebook-als-briefkasten-ein-kommentar-zum-bgh-urteil-im-facebook-streit/">Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12 Juli 2018</a> genannt, das jetzt offiziell die Vererbbarkeit von Nutzer-Accounts bestätigt.</p>
<p>Im Rahmen einer kleinen, nicht repräsentativen Stichprobe hat die Verbraucherzentrale Niedersachsen überprüft, inwiefern Online-Unternehmen über Regelungen im Todesfall informieren und ob Verbraucher und deren Hinterbliebene Benutzerkonten löschen können (<a href="https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/sites/default/files/medien/141/dokumente/Kurzstudie_VZN_Digitaler%20Nachlass%202018.pdf">hier gehts zur Kurzstudie</a>).</p>
<p><strong>Aufbau der Kurzstudie</strong></p>
<p>Die Arbeit geht eingangs kurz auf die aktuelle Rechtslage ein und präsentiert auf den nächsten Seiten die Ergebnisse des Praxistest, für den die Verbraucherzentrale Niedersachsen 14 zufällig ausgewählte Dienste näher angeschaut hat, und zwar</p>
<ul>
<li>die E-Mail-Dienstleister GMX, WEB.DE, Kabelmail, Gmail</li>
<li>die Sozialen Medien/Messenger Facebook, Instagram, WhatsApp</li>
<li>die App-Stores iTunes, Google Play</li>
<li>die Onlinehändler Amazon und ebay</li>
<li>die Bonussysteme PAYBACK und DeutschlandCard</li>
<li>und die Suchmaschine Google</li>
</ul>
<p>Nach dem Fazit gibt es eine kurze Handlungsempfehlung für Verbraucher und einen kleinen Forderungskatalog.</p>
<p><strong>Die Ergebnisse</strong></p>
<p>Für den Praxistest hat sich die Verbraucherzentrale wie wir bei unseren Untersuchungen (siehe z. B. <a href="https://digital-danach.de/e-mail-accounts-von-verstorbenen-managen-teil-2-web-de-freemail/">unseren Artikel zu Web.de</a>) die AGB, FAQs und Hilfebereich vorgenommen und dabei untersucht, inwieweit die 14 Anbieter auf das Thema digitaler Nachlass eingehen. Es wurde recherchiert, ob Verbraucher ihre Konten löschen können, ob es evtl. einen Gedenkzustand gibt und welche Nachweise Angehörige bei einem Todesfall erbringen müssen. Zudem wurden alle Anbieter kontaktiert und um schriftliche Stellungnahmen gebeten. Fünf von 14 haben geantwortet und im Grunde die Recherchen bestätigt.</p>
<p>Die Ergebnisse werden in aller Kürze und mit zahlreichen Screenshots angereichert vorgestellt. Hier hätte man den Verbraucherinnen und Verbrauchern zuliebe etwas detaillierter vorgehen können. So fehlt bei den Ergebnissen zum Thema E-Mail-Anbieter (S. 7–14) z. B. ein Hinweis darauf, dass ein E-Mail-Konto erst dann gelöscht werden sollte, wenn der digitale Nachlass abschließend geordnet und sortiert ist. Würde es schon zu Beginn einer Nachlassverwaltung gelöscht werden, würde der wichtigste Ausgangspunkt für weitere Recherchen verloren gehen, ohne den sich Hinterbliebene unnötig schwer tun dürften.</p>
<p>Zudem wird in Sachen Gmail und Google schlicht festgestellt: „In den Nutzungsbedingungen finden sich keine Regelungen zum digitalen Nachlass“ (S. 14). Hier hätte man unbedingt den <a href="https://digital-danach.de/vorsorgen-bei-google-der-kontoinaktivitaets-manager/">Kontoinaktivitätsmanager</a> erwähnen sollen, mit dem Google wie kaum ein anderes Unternehmen Nutzern ein Mittel an die Hand gibt, um zu Lebzeiten vorzusorgen. Zugegebenermaßen ist er nicht unter dem Stichwort „Tod“ zu finden, diese Begrifflichkeit vermeidet Google, wie wir schon bei unseren Recherchen 2015 festgestellt haben: „Spannend ist übrigens, dass Google in den Hilfeseiten an keiner Stelle von Tod und Sterben spricht. Eine sinnvolle Sterbevorsorge ist der KIM [Anm. d Red.: Kontoinaktivitäts Manager] natürlich trotzdem.“ (Dennis Schmolk, <a href="https://digital-danach.de/vorsorgen-bei-google-der-kontoinaktivitaets-manager/">Vorsorgen bei Google: Der Kontoinaktivitäts-Manager</a>)</p>
<p>Auch nicht ganz nachvollziehbar ist, warum untersucht wurde, ob es für E-Mail-Konten einen Gedenkzustand gibt. (S. 7 und S. 8). Für soziale Netzwerke und Comunnities ist das sehr sinnvoll, für ein E-Mail-Konto nicht wirklich nötig.</p>
<p><strong>Das Fazit der Verbraucherzentrale Niedersachsen</strong></p>
<p>Das Fazit (ab S. 29) zum Umgang der Online-Anbieter mit dem Themenkomplex digitaler Nachlass überrascht nicht: Anbieter informieren kaum über das Thema, jedes Unternehmen regelt es anders und die Begrifflichkeit „digitaler Nachlass“ findet noch kaum Verwendung.</p>
<p>Dafür war es bei allen getesteten Accounts möglich, die Löschung entweder selbstständig anzustoßen oder zumindest zu veranlassen. Die Löschvoraussetzungen und der -prozess selbst sind dabei aber oft nutzerunfreundlich.</p>
<p>Entsprechend adressiert die Verbraucherzentrale ihre vier Forderungen an die Unternehmen:</p>
<ul>
<li>
<blockquote><p>Anbieter sollten besser über den digitalen Nachlass informieren</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p>Als Nachweis sollten eine Ausfertigung oder eine beglaubigte Abschrift der letztwilligen Verfügung (Testament, Erbvertrag) sowie die Niederschrift über die zugehörige Eröffnungsverhandlung ausreichen</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p>In den AGB dürfen Anbieter weder die Frage des Erbfolgenachweises, noch die Vererblichkeit selbst ausschließen</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p>Unnötige Barrieren sind zu vermeiden. Wünschenswert wäre es, wenn Verbraucher direkt im Benutzerkonto eine Vertrauensperson sowie ggf. Wünsche für den Umgang mit dem digitalen Dienst hinterlegen könnten</p></blockquote>
</li>
</ul>
<p><strong>Unser Fazit: Ein guter Überblick</strong></p>
<p>Der Test bleibt an der Oberfläche. Die Stichprobe zeigt dafür umso deutlicher: Trotz des Urteils im Juli bleibt die Situation wie schon zuvor für Hinterbliebene umständlich, zeitintensiv und aufwendig. Die eingangs geschilderten rechtlichen Grundlagen erfüllt fast keiner der getesteten Anbieter – die Verbraucherzentrale hat aber anscheinend auch nicht spezifisch nachgehakt. Einen eigentlichen „Praxistest“ gab es nicht, nur Recherchearbeit. Trotzdem ein guter Überblick und aktuelle Screenshots. Und das Fazit deckt sich mit dem, was auch wir immer wieder weitergeben: Vorsorgen ist das Beste, was man unternehmen kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/kurzstudie-zum-digitalen-nachlass-der-verbraucherzentrale-niedersachsen/">Kurzstudie zum digitalen Nachlass der Verbraucherzentrale Niedersachsen</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Facebook als Briefkasten? Ein Kommentar zum BGH-Urteil im Facebook-Streit</title>
		<link>https://digital-danach.de/facebook-als-briefkasten-ein-kommentar-zum-bgh-urteil-im-facebook-streit/</link>
					<comments>https://digital-danach.de/facebook-als-briefkasten-ein-kommentar-zum-bgh-urteil-im-facebook-streit/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 17:44:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Urteile & Rechtliches]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./Untitled-design-1-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-1-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-1-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Jetzt ist es also soweit: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das lange erwartete Urteil im „Facebook-Fall“  verkündet, bei dem sich die Eltern eines mit 15 verstorbenen Mädchens und Facebook gegenüberstanden. Im ... <a title="Facebook als Briefkasten? Ein Kommentar zum BGH-Urteil im Facebook-Streit" class="read-more" href="https://digital-danach.de/facebook-als-briefkasten-ein-kommentar-zum-bgh-urteil-im-facebook-streit/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./Untitled-design-1-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-1.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-1-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/Untitled-design-1-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Jetzt ist es also soweit: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das lange erwartete Urteil im „Facebook-Fall“  verkündet, bei dem sich die Eltern eines mit 15 verstorbenen Mädchens und Facebook gegenüberstanden. Im Mittelpunkt des jahrelangen Streites stand die Frage, ob die Eltern als Erben Zugang zum FB-Konto ihrer Tochter erhalten sollten. Für beide Positionen gab es gute Gründe. Bei digital.danach sind wir überzeugt, dass in Sachen digitaler Nachlass trotz des Urteils (oder gerade deswegen) noch lange nicht das letzte Wort gesprochen sein wird. </em></p>
<p>Bereits nach dem Verhandlungstermin am 21. Juni 2018 war die Tendenz des BGH wahrscheinlich &#8211; das Urteil würde wohl für die Erben ausfallen. Und so war es dann bei der Verkündung am 12.07.2018 auch (<a href="https://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;Datum=2018&amp;nr=85390&amp;pos=0&amp;anz=115" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier die Pressemeldung des BGH</a>).</p>
<h2>Rechte und Pflichten</h2>
<p>Vertreter des deutschen Erbrechts sind mit dieser Entscheidung zu Gunsten der Erben zufrieden &#8211; das Urteil bestätigt, wofür sie sich schon lange einsetzen. Matthias Pruns z. B. spricht von einem „richtigen Urteil“. Er weißt aber auch auf die daraus entstehenden Pflichten der Erben hin:</p>
<blockquote><p>Gestärkt wird hiermit die Rechtsstellung der Erben &#8211; aber mit jedem Recht gehen auch Pflichten und Verantwortung einher.</p></blockquote>
<p>Und: Auch die Interessen der Kommunikationspartner der Verstorbenen seien weiterhin berechtigt:</p>
<blockquote><p>Berechtigte Interessen der Kommunikationspartner, etwa auf Löschung bestimmter intimer Inhalte, sind dadurch nicht ausgeschlossen. Die Kommunikationspartner müssen sich aber an die Erben wenden. Die Betreiber sozialer Netzwerke treffen hier keine Treuhandaufgaben.</p></blockquote>
<p><span style="font-size: 10pt;">(RA Matthias Pruns am 12.07.2018 bei StiftungsrechtPlus)</span></p>
<h2><strong>Ein Aber bleibt</strong></h2>
<p>Was mich trotz allem nachdenklich zurücklässt, ist der Vergleich der Kommunikation bei Facebook mit Briefwechseln und Tagebüchern, wie er schon oft gezogen wurde und wie ihn auch der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung macht. Dieser Vergleich greift meiner Meinung nach viel zu kurz. Denn was in einem Facebook-Account an Kommunikation abläuft, ist deutlich mehr als ein analoger Briefwechsel: Wer Zugang zu einem Facebook-Account hat, der kann nicht nur private Chats nachverfolgen, die einem Briefwechsel tatsächlich noch relativ nahe kommen. Sondern er erhält auch automatisch Zugriff auf die geschlossenen Gruppen, in denen der Verstorbene Mitlgied war, ohne dass die anderen Gruppenmitglieder davon erfahren.</p>
<p>Die Kommunikation, die dort stattfindet, steht im Vergleich zu einem Briefwechsel auch nicht still, nachdem ein Teilnehmer verstorben ist, sondern läuft weiter. Die Erben hätten also auch Zugang zu Gesprächen, an denen der Verstorbene nie beteiligt war. Diese Zugriffsmöglichkeiten, die ein Facebook-Login mit sich bringt, sind also wesentlich weitreichender als bei einem postalischen Briefkasten.</p>
<h2><strong>Viele offene Fragen für die Zukunft</strong></h2>
<p>Prinzipiell ist es begrüßenswert, dass den Erben die Regelung des digitalen Nachlasses erleichtert wird. Und gerade, wenn Vorsorgende vorgesehen haben, dass ihre Erben ihre Accounts ihren Wünschen gemäß verwalten sollen, ist das eine wichtige Grundlage. Nichtsdestotrotz sollten die Rechte der Kommunikationspartner jetzt nach diesem Urteil nicht aus dem Blick verloren werden. Gerade jetzt, wo wir im Rahmen der DSGVO versuchen, die Daten der Verbraucher stärker zu schützen.</p>
<p>Deswegen: Zugang für Erben ja, aber mit Bedacht. Dass sich Kommunikationspartner erst aktiv an die Erben wenden müssen, kann nicht die Lösung sein &#8211; oft werden sie nämlich gar nicht wissen, dass ein Gesprächspartner bereits verstorben ist, und unter dessen Namen evtl. ein Erbe mitliest. Wer nicht direkt über einen Todesfall informiert wird, sieht einem Account nicht an, ob der Mensch dahinter noch lebt oder bereits verstorben ist. Es werden also definitv in Zukunft noch viele Fragen in Bezug auf digitale Nachlässe zu verhandeln sein.</p>
<h2><strong>Vorsorge bleibt nach dem Urteil das wichtigste </strong><strong>Thema</strong></h2>
<p>Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich auch jetzt, nach diesem Urteil, Gedanken über eine Vorsorge für die eigenen digitalen Angelegenheiten machen und eigene Wünsche formulieren. Wer zum Beispiel nicht möchte, dass bestimmte Daten oder Zugänge an die Erben übergehen, sollte das unbedingt festhalten.</p>
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		<title>Digitaler Nachlass im Kunstprojekt Life Is Good For Now</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2018 09:16:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[Linktipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Hopfengärtner]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Zeller]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-34-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ausschnitt aus dem Videoprojekt „Life Is Good For Now“ von Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-34.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-34-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-34-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Die Künstler Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner schufen 2015 das Videoprojekt Life Is Good For Now. Es entstand als Beitrag zur Ausstellung ‚Poetics and Politics of Data’, die 2015 im ... <a title="Digitaler Nachlass im Kunstprojekt Life Is Good For Now" class="read-more" href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-im-kunstprojekt-life-is-good-for-now/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-34-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Ausschnitt aus dem Videoprojekt „Life Is Good For Now“ von Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-34.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-34-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-34-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Die Künstler Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner schufen 2015 das Videoprojekt </em>Life Is Good For Now<em>. Es entstand als Beitrag zur Ausstellung ‚Poetics and Politics of Data’, die 2015 im Haus der elektronischen Künste in Basel stattfand. Das Videoprojekt diskutiert in vier Szenen verschiedene Zukunftsszenarien rund um die Anwendungsmöglichkeiten von Big Data im Medizinbereich – und dabei spielt das Thema digitaler Nachlass eine wesentliche Rolle. Eine Empfehlung!</em></p>
<figure id="attachment_3117" aria-describedby="caption-attachment-3117" style="width: 790px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeIsGoodForNow_Web.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3117" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeIsGoodForNow_Web.jpg?x88043" alt="Ausschnitt aus dem Videoprojekt &quot;Life Is Good For Now&quot; von Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner" width="800" height="552" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeIsGoodForNow_Web.jpg 800w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeIsGoodForNow_Web-232x160.jpg 232w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/LifeIsGoodForNow_Web-300x207.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3117" class="wp-caption-text"><strong>Ausschnitt aus dem Videoprojekt &#8222;Life Is Good For Now&#8220; von Ludwig Zeller und Bernd Hopfengärtner</strong></figcaption></figure>
<p>Video: <a href="https://vimeo.com/130973509" target="_blank" rel="noopener">https://vimeo.com/130973509</a><br />
Hintergrundinfos: <a href="https://www.ixdm.ch/life-is-good-for-now/" target="_blank" rel="noopener">https://www.ixdm.ch/life-is-good-for-now/</a></p>
<h2>Szenario zum digitalen Nachlass</h2>
<p>Das komplette Video ist sehenswert. Wer sich nur für den Themenbereich digitaler Nachlass interessiert, wird in der dritten Szene (ab 7:23 Minuten) fündig.</p>
<p>Darin erbittet sich der Protagonist Fabian von seiner Online-Community Rat bei einer Entscheidung: Seine Eltern, die im letzten Jahr verstorben sind, haben ihm ihren digitalen Nachlass vermacht. Jetzt, da die Erbangelegenheiten von Seiten des Notars geregelt sind, erhält Fabian Zugang dazu. Der digitale Nachlass setzt sich wie folgt zusammen:</p>
<ul>
<li>„2,7 Millionen Bilder</li>
<li>13175 Tage Video</li>
<li>4810 ärztliche Befunde</li>
<li>eine zu 87% lückenlose Abdeckung der Schlaf-, Kalorien- und Herzraten</li>
<li>31008 Telefonate</li>
<li>Konsumgüterumsatz im Wert von 1,5 Mio Schweizer Franken“</li>
</ul>
<p>Fabian stellt fest:</p>
<blockquote><p>„Das Problem ist, dass man eigentlich alles findet, was man sucht, und eigentlich auch alles, was man vermutet, auch belegen kann.“</p></blockquote>
<p>So lässt sich durch eine Stimmlagenanalyse der Telefonate Fabians Vermutung belegen, dass seine Eltern seinen Bruder mehr geliebt haben, als ihn: Nämlich um 34% mehr.</p>
<p>Jetzt ist Fabian auf eine Krankenversicherung gestoßen, die ihm für beide Datensätze eine zehnjährige Gratismitgliedschaft bieten würde. Er bittet seine Comunity um Fedback, wie er handeln soll.</p>
<h2>Die weiteren Szenarien</h2>
<p>Im ersten der vier Szenarien berichtet Ariane in einem Brief Dolores aus einem Sanatorium. Ihre Gesundheitsdaten dienen als Grundlage für ihre Behandlung, gleichzeitig produziert sie währenddessen Unmengen neuer Daten:</p>
<blockquote><p>„Was es nun schon alles von mir weiß“.</p></blockquote>
<p><strong>&#8222;Gesellschaft für wissenschaftliche und kommerzielle Datenkorrelation&#8220;</strong></p>
<p>Im zweiten Zukunftsszenario (ab ca. 4 Minuten) verfolgt man ein geschäftliches Telefonat: Herr Gerber von der Schweizer Firma <em>Mont Data, </em>einer &#8222;Gesellschaft für wissenschaftliche und kommerzielle Datenkorrelation&#8220;, erklärt einem potentiellen Kunden Arbeitsweise und Möglichkeiten. Das Unternehmen &#8222;lagert&#8220; Daten im Berg und bietet Forschern an, diese Daten für ihre Arbeit zu nutzen. Sie setzten sich unter anderem auch aus den Daten von Privatpersonen zusammen. Schon 6 Millionen Bürger hätten sich dazu entschieden, ihre Daten freiwillig mindestens einem Forschungsprojekt zur Verfügung zu stellen.</p>
<p><strong>&#8222;Eine riesige Poesiemaschine&#8220;</strong></p>
<p>Im vierten Szenario (ab 10:36 Min) erklärt eine Autorin einem kritischen Rezensenten, wie sie mit den Daten ihrer Leser umgeht. So haben z.B. die Protagonisten ihres aktuellen Buches Vorbilder in der Realität. Die Autorin hatte ihnen Flugtickets geschickt in der Hoffnung, dass im Urlaub etwas Erzählenswertes passiert. Aus den Datenspuren der beiden, die sie mitverfolgte, hat sie eine Story gewonnen. Ein anderer Leser stellte ihr für ihre Arbeit vier Millionen Datensätze zur Verfügung, die er über 30 Jahre gesammelt hatte.</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Menschen suchen das Wahre in den Daten. Und ich finde noch das Schöne, das Gute darin.&#8220;</p></blockquote>
<h2>Digitaler Nachlass in der bildenden Kunst</h2>
<p>Das Thema digitaler Nachlass ist in der bildenden Kunst öfter Thema. 2017 hatten wir mit <a href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-in-der-bildenden-kunst-leoni-fischer-necropolis/">Leoni Fischers &#8222;Necropolis&#8220;</a> eine Kunst-Installation zum Thema vorgestellt.&nbsp;</p>
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		<title>CSU-Arbeitskreis für Netzpolitik (CSUnet) nimmt Stellung zum digitalen Nachlass</title>
		<link>https://digital-danach.de/csunet-zum-digitalen-nachlass/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Feb 2018 10:56:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="757" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet-1200x800.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Digitaler Nachlass in der Politik" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet-240x160.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Der CSU-Arbeitskreis für Netzpolitik (CSUnet) reagiert mit einer Pressemeldung auf das Statement des Bayerischen Justizministers Winfried Bausback zum digitalen Nachlass. Er hatte sich Ende Januar gegenüber der Bild-Zeitung zum &#8222;Erbrecht ... <a title="CSU-Arbeitskreis für Netzpolitik (CSUnet) nimmt Stellung zum digitalen Nachlass" class="read-more" href="https://digital-danach.de/csunet-zum-digitalen-nachlass/">Weiterlesen ...</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="757" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet-1200x800.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Digitaler Nachlass in der Politik" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet-240x160.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild-csunet-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Der CSU-Arbeitskreis für Netzpolitik (CSUnet) reagiert mit einer Pressemeldung auf das Statement des Bayerischen Justizministers Winfried Bausback zum digitalen Nachlass. Er hatte sich Ende Januar gegenüber der Bild-Zeitung zum &#8222;Erbrecht 2.0&#8220; geäußert (<a href="https://digital-danach.de/notizen-zum-digitalen-nachlass-januar-2018/">wir berichteten</a>). CSUnet-Vorsitzende Dorothee Bär begrüßt die Initiative des Kollegen:</em></p>
<p><strong>CSUnet: Ein modernes Erbrecht 2.0 muss dafür sorgen, dass Hinterbliebene nicht ohnmächtig vor dem virtuellen Nachlass ihres Verstorbenen stehen</strong></p>
<p>„Es ist schlimm, wenn Angehörige, die den gerade erst erlittenen Verlust eines geliebten Menschen verkraften müssen, ohnmächtig vor der virtuellen Identität ihres Angehörigen stehen und Internetkonzerne ihnen den Zugang zum digitalen Nachlass verweigern“, beklagt Dorothee Bär, die Vorsitzende des CSU-Arbeitskreises für Netzpolitik (CSUnet) und stellvertretende CSU-Parteivorsitzende. Sie begrüßt deshalb ausdrücklich den Vorstoß ihres bayerischen Kollegen, Justizminister Winfried Bausback, der klargestellt hat, dass im Erbrecht 2.0 nichts anderes gelten darf als in der analogen Welt. Sprich: Dass der Erbe allein über den digitalen Nachlass entscheiden können muss.</p>
<p>Wenn keine Einwilligung des Verstorbenen und seiner Kommunikationspartner vorliegt, wird erbberechtigten Angehörigen aufgrund der momentanen Rechtslage der Zugang zu solchen Konten verweigert, unter anderem unter Verweis auf das Fernmeldegeheimnis und den Schutz der Kommunikation mit Dritten.</p>
<p>„Im schlimmsten Fall führe das digitale Abbild des verstorbenen Angehörigen ein virtuelles Eigenleben, was für Familien und Nahestehende sehr belastend sein kann“, so die CSU-Netzpolitikerin.</p>
<p>„Unser Leben spielt zunehmend digital ab. Ob Logins für Social Media Accounts, Zugriff auf digitalen Besitz wie E-Books oder PIN-Codes fürs Handy: Erinnerungen, Erlebnisse und Kommunikationen bestehen vielfach nur noch digital. Hier sind klarstellende Ergänzungen im Telekommunikationsgesetz erforderlich, um bestehende Rechtsunsicherheiten zu lösen. Ein Provider muss den digitalen Nachlass an die Erben herausgeben dürfen“, so Bär weiter. Es sei doch auch unvorstellbar, dass ein Fotoalbum oder ein Tagebuch eines Verstorbenen vor den Hinterbliebenen zurückgehalten werde.</p>
<p>Zu diesem Thema brauche es eine gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung. Ähnlich wie bei der Patientenverfügung müssten Bürgerinnen und Bürger über solche Themen informiert und dazu angehalten werden, Vorsorge zu treffen. Bär abschließend: „Eine Art Aufklärungskampagne könnte über die Bundeszentrale für politische Bildung erfolgen“.</p>
<p>(Presseerklärung CSUnet, 31.01.2018)</p>
<p><strong><em>Beim letzten Parteitag der CSU am 15./16.Dezember 2017 in Nürnberg wurde positiv darüber abgestimmt, dass die Politik zum Thema digitaler Nachlass aktiver werden muss. Dass das Thema auf den Tisch kam, ist u. a. dem Engagement des <a href="https://digital-danach.de/das-digina-team-im-interview/">Organisationsteams der digina, der Konferenz zum digitalen Nachlass</a>, zu verdanken.</em></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/csunet-zum-digitalen-nachlass/">CSU-Arbeitskreis für Netzpolitik (CSUnet) nimmt Stellung zum digitalen Nachlass</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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		<item>
		<title>Digitaler Nachlass bei Exakt – Die Story, MDR</title>
		<link>https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-bei-exakt-die-story-mdr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabine Landes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jan 2018 15:14:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[digina]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[#diginastory]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Janetzky]]></category>
		<category><![CDATA[facebook-streit]]></category>
		<category><![CDATA[facebook-urteil]]></category>
		<category><![CDATA[film]]></category>
		<category><![CDATA[fimberger digitales erbe]]></category>
		<category><![CDATA[konferenz zum digitalen nachlass]]></category>
		<category><![CDATA[mdr exakt]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./beitragsbild_film-exakt-story-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Filmbänder" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p>Auf der digina 2017, der Konferenz zum digitalen Nachlass, war unter anderem ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks zu Gast. Die Szenen und Interviews, die dort entstanden sind, sind Teil eines ... <a title="Digitaler Nachlass bei Exakt – Die Story, MDR" class="read-more" href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-bei-exakt-die-story-mdr/">Weiterlesen ...</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="1136" height="596" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./beitragsbild_film-exakt-story-1200x630.jpg?x88043" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="Beitragsbild: Filmbänder" style="display: block; margin-bottom: 5px; clear:both;max-width: 100%;" link_thumbnail="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story.jpg 1200w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/beitragsbild_film-exakt-story-300x158.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1136px) 100vw, 1136px" /><p><em>Auf der digina 2017, der Konferenz zum digitalen Nachlass, war unter anderem ein Team des Mitteldeutschen Rundfunks zu Gast. Die Szenen und Interviews, die dort entstanden sind, sind Teil eines 30-minütigen Films geworden, der der Frage nachgeht, wie sich in digitalen Zeiten unser Umgang mit dem Tod verändert und wie wir mit den digitalen Hinterlassenschaften verstorbener Menschen umgehen wollen. Jetzt im Januar ist der Film von Ben Arnold in der Reihe Exakt &#8211; Die Story unter dem Titel „Unsterblich im Internet? Vom Umgang mit dem Tod in einer digitalen Welt“ erschienen (© MDR 2018). Wer ihn noch nicht gesehen hat, dem sei er empfohlen. Wer keine Zeit hat, sich den Film komplett anzusehen, findet hier ein Zusammenfassung.</em></p>
<p><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./bild_exakt-die-story.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3046 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./bild_exakt-die-story-300x169.jpg?x88043" alt="Logo: exakt – Die Story" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_exakt-die-story-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_exakt-die-story-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_exakt-die-story.jpg 704w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Mit seinen 30 Minuten ist er einer der ausführlichsten Beiträge der Öffentlich-Rechtlichen zum Thema digitaler Nachlass und Online-Trauerkultur. Dass sich der Film diese Zeit nimmt, ist ein Gewinn: Neben Experteninterviews mit Birgit Aurelia Janetzky (Semno Consulting), Katja Henschler von der Sächsischen Verbraucherzentrale und Armin Wagner (Fimberger Digitales Erbe) erzählt er fünf sehr unterschiedliche Geschichten von betroffenen Menschen. Diese Zusammenstellung zeigt besser als viele Erklärungen, wie vielschichtig das Thema ist und wie unterschiedlich die Fragestellungen, Probleme und Bedürfnisse sein können, die damit zusammenhängen:</p>
<h2>Geschichte 1: Öffentliches Schreiben über das Sterben und gegen das Vergessen</h2>
<p>Die Mutter Yvonne Bauer, 40, kämpft seit vier Jahren gegen den Krebs. Eine vollständige Heilung scheint ausgeschlossen. Bei Facebook regelmäßig über ihre Krankheit und das Sterben zu bloggen, bedeutet ihr viel. Sie hat zahlreiche Leser und es fällt ihr im digitalen Raum leichter als im analogen, zu berichten, wie es ihr geht. Ihre Texte sind für sie ein Vermächtnis, das bleibt, wenn sie nicht mehr da sein wird. Ihrem Mann Andreas fällt es schwer, mit dieser Art von Öffentlichkeit umzugehen. Er hat aufgehört, die Texte zu lesen und vertraut darauf, von Yvonne im direkten Kontakt zu erfahren, wie es ihr geht.<br />
Bei ihrem Schreiben hat Yvonne auch ihren kleinen Sohn im Kopf, der ihre Texte später einmal lesen und vielleicht verstehen können wird, wie es ihr in dieser schweren Zeit ging. Sie ist sich bewusst, dass sie Vorsorge treffen muss, damit ihre Texte auch in Zukunft im Netz zugänglich sind. Ihr Problem dabei: Ihre Texte liegen auf den Facebook-Servern. Ob ihr Vermächtnis in Zukunft lesbar sein wird, hängt von einem Konzern ab.</p>
<h2><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3047 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter-300x169.jpg?x88043" alt="Facebook - Daumen" width="300" height="169" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter-300x169.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter-240x135.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/bild_daumen-runter.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Geschichte 2: Digitale Spuren Verstorbener belasten die Lebenden&nbsp;</h2>
<p>Heike Müller (geänderter Name im Film) erlebt den digitalen Nachlass ihres Exmannes als starke Belastung für ihren 15-jähriger Sohn. Vater und Sohn hatten auch nach der Trennung der Eltern ein gutes Verhältnis, kommunizierten viel digital, auch über Facebook. Dass der Facebook-Account seines verstorbenen Vaters „weiterlebt“ und von dessen Lebensgefährtin weiterbespielt wird, belastet ihn massiv. Seine Mutter sieht noch ein weiteres Problem: Die Partnerin ihres Exmannes hat auch Shopping-Accounts des Verstorbenen weitergenutzt. Falls diese Rechnungen nicht bezahlt worden wären, ginge das zu Lasten ihres Sohnes, dem Erbe seines Vaters.<br />
Heike Müller versucht aus diesen Gründen seit eineinhalb Jahren, die digitale Identität des Verstorbenen löschen zu lassen. Mit Hilfe dessen Tabletts recherchierte sie nach Accounts. Sie stieß dabei nicht nur auf private Details, die sie nicht kennen wollte, sondern blieb ohne die entsprechenden Passwörter weitgehend erfolglos. Jetzt kapituliert sie.</p>
<h2>Geschichte 3: Verloren gegangene Daten als großer Verlust</h2>
<p>Catharina Wilhelms Vater, der Komponist, Filmmusiker und Dirigent Rolf Alexander Wilhelm, verstarb im Alter von 85 Jahren. Sie erfüllte seinen letzten Willen und übergab seinen musikalischen Nachlass dem <a href="http://www.komponistenarchiv.de/wilhelm-rolf-alexander/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsches Komponistenarchiv in HELLERAU</a> – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Seine Korrespondenz führte Rolf Alexander Wilhelm seit Jahren weitgehend digital, 1998 hat er sich mit 72 Jahren seinen Mail-Account eröffnet. Catharina Willheim besitzt die Passwörter zu den Online-Accounts ihres Vaters. Ihr wurde aber „die fehlende Sicherheitskopie [&#8230;] zum Verhängnis“: Als sie sich nach längerer Abwesenheit in das Postfach (Anm. d. Red.: WEB.DE) einloggt, sind alle Mails verschwunden. Die Daten lagen ausschließlich auf den Servern des E-Mail-Providers. Ein Schock für sie (dem sie im September 2016 auch <a href="https://twitter.com/casowi/status/773200462057275392" target="_blank" rel="noopener noreferrer">via Twitter Ausdruck verlieh</a>).Trotz ihrer Bitte wird der Account nicht wieder hergestellt – alles sei im Einklang mit den Geschäftsbedingungen passiert. „Für mich war es so, als wäre mein Vater nochmal gestorben“, sagt Katharina Wilhelm im Interview.</p>
<h2>Geschichte 4: Ein Blog als Erinnerungsort</h2>
<p>Stefanie&nbsp;Lenger-Schmal aus Leipzig ist es ein Herzensanliegen, über das Netz Erinnerungen zu bewahren. Innerhalb kurzer Zeit verlor sie sowohl ihre Tochter als auch ihren Mann. Als ihre Tochter Greta im Alter von drei Jahren an Krebs erkrankt, begann ihr Mann Stefan unter <a href="http://greta-haelt-durch.blogspot.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Greta hält durch</a> vom Familienalltag zu erzählen. Das Blog war gedacht als Informationsforum für Bekannte und Familie. Fünf Jahre nach der Diagnose stirbt Greta. Kurz zuvor erkrankt auch Stefan an Krebs. Jetzt schreibt statt Stefan Stefanie weiter. „Das Internet wird für sie der Ort, in dem sie das unfassbare verarbeiten kann.“</p>
<h2><a href="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-1-2.jpg?x88043"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-2500 size-medium" src="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/./FB-Size-1-2-300x158.jpg?x88043" alt="LG Berlin gegen Facebook: Gedenkzustand adé?" width="300" height="158" srcset="https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-2-300x158.jpg 300w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-2-240x126.jpg 240w, https://digital-danach.de/wp-content/uploads/FB-Size-1-2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Geschichte 5: Die Rechte der Hinterbliebenen</h2>
<p>Der exakt-Beitrag greift auch die Geschichte um das medial bekannt gewordene „Facebook-Urteil“ auf, also das Schicksal des 15-jährigen Mädchens, das 2012 bei einem U-Bahn-Unfall in Berlin verstorben ist (<a href="https://digital-danach.de/das-urteil-des-kammergerichts-berlin-im-facebook-streit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wir berichteten zum Urteil</a>). Bis heute sind die Todesumstände nicht abschließend geklärt, vieles deutet auf einen Suizid hin. Die Eltern wünschen sich seitdem Zugang zum Facebookprofil ihrer verstorbenen Tochter, haben das Recht dazu aber bisher nicht erhalten. Im Interview ist Rechtsanwalt Christian Pfaff zu sehen, der die Eltern vor Gericht vertritt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Sehenswerter Beitrag für alle, die sich dem Thema zum ersten Mal nähern. Sehenswert aber auch für „alte Hasen“ aus der Szene rund um den digitalen Nachlass, weil es einige bekannte Gesichter zu sehen gibt.</p>
<h2>Die digina 2017 im Beitrag</h2>
<p>Wer einen Blick auf die digina werfen will: Ab 9 Minuten 40 sind ein paar Einstellungen von der Konferenz in den Räumen unseres Raumsponsors Microsoft zu sehen. Das Interview mit Birgit Aurelia Janetzky entstand übrigens auch dort im Rahmen der Konferenz.</p>
<p>Schade finden wir, dass im Beitrag der Eindruck entsteht, als wäre unsere Konferenz von großen Online-Playern initiiert worden. Nach der Kameraeinstellung auf das Microsoft-Gebäude folgt der Text „Diese Fragen beschäftigen zunehmend auch die großen Internetanbieter. In der deutschen Zentrale von Microsoft in München findet eine Konferenz rund um den digitalen Nachlass statt, die digina. Google stellt hier ein neues Tool zur digitalen Nachlassverwaltung vor und junge Startups präsentieren ihre Lösungen zur Vorsorge für das digitale Erbe.“ Dass es inhaltlich in erster Linie um gesellschaftliche, (verbraucher)rechtliche, soziale, politische und auch technische Fragen ging, wird nicht erwähnt. Und tatsächlich war Microsoft weder inhaltlich involviert noch personell vertreten, sondern hat lediglich die Räume als Sponsor zur Verfügung gestellt, während sich das <a href="https://digital-danach.de/das-digina-team-im-interview/">fünfköpfige Veranstaltungsteam</a> aus privat motivierten Gründen zusammengefunden hat.</p>
<h2>Rahmendaten zum Beitrag</h2>
<p><strong>Titel:</strong> „Unsterblich im Internet? Vom Umgang mit dem Tod in einer digitalen Welt“<br />
<strong>Sendetermin:</strong> Mi 10.01., 20:45Uhr<br />
<strong>Dauer:</strong> 30:01 min<br />
<strong>Mediathek:</strong> Der Beitrag ist hier in der MDR-Mediathek zu sehen:<br />
<strong>Zusatzinfos:</strong>&nbsp;Zur Sendung gibt es übrigens auch Textbeiträge unter&nbsp;MDR Mediathek und MDR exakt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://digital-danach.de/digitaler-nachlass-bei-exakt-die-story-mdr/">Digitaler Nachlass bei Exakt – Die Story, MDR</a> erschien zuerst auf <a href="https://digital-danach.de">digital.danach</a>.</p>
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